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Kinderstadt entsteht im Küchwald

Projekt Chemnitzer Verein lässt in den Sommerferien die "Unicorn-City" errichten

Auf dem Gelände des Schullandheims wird derzeit kräftig gewerkelt. Das Ziel: Eine Kinderstadt soll entstehen. Der Verein Auxilium Chemnitz, der sich 2016 gegründet hat mit dem Hauptanliegen, die pädagogische Museumsarbeit in der Stadt zu verbessern, hat erstmalig dieses Projekt ins Leben gerufen.

In der letzten Woche, als die Aktion startete, seien täglich über 50 Kinder, im Durchschnitt zwischen zehn und zwölf Jahre, auf dem Gelände des Schullandheims gewesen, und hätten mit kräftig mit angepackt, erzählt Jörg Teile, Vorstandsmitglied des Vereins. Entstanden seien bereits ein Gefängnis, ein Gasthaus, eine Tischlerei und ein Rathaus - alles aus Pappe und in Kindergröße.

Die ganzen Ferien über wird gewerkelt

Die "Miniaturstadt" wird im Rahmen von "875 Jahre Chemnitz" errichtet. "Wir haben letzte Woche auch so begonnen wie vor 875 Jahren - mit einem Stück Wiese, einem Zelt und sonst nichts", sagt Jörg Teile. Die Kinder seien von Anfang an bei der Sache gewesen und hätten ihre eigene kleine Stadt "Unicorn-City" - was so viel heißt wie "Einhorn-Stadt" - getauft. Bis zum 9. August könnten Jungen und Mädchen täglich ohne Anmeldung bei dem Projekt vorbeischauen. "Einfach kommen, mitmachen und die Unicorn-City mit Leben füllen", lädt Jörg Teile ein.

Auch in anderen Städten gibt es die Aktion

Ein langes Leben wird die Kinderstadt allerdings nicht haben. Bereits am 10. August soll alles wieder abgebaut werden. Doch der Verein freut sich schon auf das nächste Jahr - dann soll es eine Neuauflage des Projekts geben. Ideengeber für die Aktion ist übrigens München: Dort gibt es die Aktion Kinderstadt bereits seit 1979.

Mittlerweile kommen jährlich über 30.000 Kinder, um ihr Mini-München auf Zeit zu schaffen. Finanziert wird das Projekt in Chemnitz durch Sponsoren, die Stadt im Rahmen des 875-jährigen Jubiläums, den Europäischen Sozialfonds und eine Crowdfunding-Kampagne bei der Volksbank.



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