Klaffenbach: Klavierbaumeister übernimmt Tradition und gründet neues Klavierwerk

Wo derzeit ein Wechsel vom Pianohaus Hofmann zu Kavierwerk Michael Süß vorangetrieben wird

Chemnitz

Seit 1983 gibt es das Pianohaus Hofmann, das Holger Hofmann nach seiner Ausbildung zum Klavierbauer und -stimmer und dem erfolgreichen Abschluss zum Klavierbaumeister gründete. Mit dem bevorstehenden Wechsel in den wohlverdienten Ruhestand hat sich Michael Süß der Zukunft des Traditionshandwerks angenommen. Der 42-Jährige ist seit 2012 in Klaffenbach tätig, Klavierbaumeister und derzeit mit Eifer dabei, die Neugründung des Klavierwerks Michael Süß voranzutreiben.

Langjähriger Mitarbeiter übernimmt Verantwortung für das Unternehmen

„Ich bin Herrn Hofmann sehr dankbar dafür, dass ich so viele Erfahrungen in seiner Firma sammeln konnte“, sagt Michael Süß. Das Unternehmen sei für ihn wie eine kleine Familie. Die Kunden bräuchten auch aktuell in der Übergangszeit keine Sorge haben, dass durch den Wechsel vom Pianohaus zum Klavierwerk ein Bruch in der Arbeitsleistung entstehe. „Wir sind nach wie vor voll und ganz mit unseren Leistungen präsent“, so Süß.

Service, Wartung und Generalüberholungen gehören zum Leistungsspektrum

Zu den Leistungen des Klavierwerks in Klaffenbach gehören sämtliche Service- und Wartungsarbeiten am Klavier und Flügel, wie fachkundige Stimmungen, Stimmungen für Konzerte sowie Intonationen und Mechanikregulationen. Auch Generalüberholungen von Klavieren und Flügeln zählen zum Portfolio von Michael Süß und seinen Mitarbeitern.

Zu den Kunden des Unternehmens gehören unter anderem die Stadthalle und die Städtischen Theater Chemnitz, aber auch Vereine und Institutionen über die Stadtgrenzen hinaus, wie das Bauhaus Dessau oder der Augustusburger Musiksommer.

Michael Süß kommt gebürtig aus Chemnitz, hat seine Ausbildung zum Klavier- und Cembalobauer in Braunschweig bei Wilhelm Schimmel absolviert und ist nach einem Abstecher nach Wiesbaden im Jahr 2012 wieder zurück in die Heimat gekommen.

Neues Geschäft auf der Frankenberger Straße geplant

An seiner Arbeit liebt er besonders die Verbindung aus Handwerk und Musik und den persönlichen Kontakt zu den Kunden. Um den noch weiter auszubauen, hat er Pläne: Nach den Sommerferien möchte Michael Süß auf der Frankenberger Straße 69 ein Geschäft eröffnen, das mit einer Ausstellungsfläche Lust auf Klaviere und Flügel machen soll. „Ich möchte damit auch einfach das Klavierhandwerk sichtbarer machen“, so der Klavierbaumeister.

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