Klapperbrunnen: Wohin mit einem Stück Stadtgeschichte?

Vorhaben Chemnitzer Klapperbunnen wurde für eine Sanierung abgebaut

Letzte Woche ist der alte Chemnitzer Klapperbrunnen am Busbahnhof abgebaut worden. Er musste bereits Ende Juli 2018 abgeschaltet werden. Der bronzene Brunnen verlor schon seit längerem permanent Wasser. Außerdem lief die Anlage nicht mehr mit vollem Druck. Die alten, verschlissenen Rohrleitungen waren vermutlich so undicht und verrostet, dass das Wasser in größeren Mengen auslief.

Familie des Künstlers kümmert sich nun um den Brunnen

Der 1968 in Betrieb genommene Klapperbrunnen ist Teil des bildhauerisch-künstlerischen Werkes von Bildhauer Johannes Belz und in der Zeit seiner Tätigkeit als freischaffender Künstler in Karl-Marx-Stadt entstanden. Aus der Familie von Belz wird sich nun auch jemand um die Restaurierung des Brunnens kümmern, sodass er bald wieder klappern kann: Enkel Erik Neukircher, von Beruf Bildhauer, nimmt sich der Arbeit an. Die Schalen des Brunnens - vier statische und drei zu klappende - werden in seiner Werkstatt in Augustusburg eingelagert und untersucht. Bis zum Sommer sollen die Kosten und Maßnahmen der Sanierung aufgestellt werden. Nach Plänen des Grünflächenamtes könnte der Klapperbrunnen im nächsten Jahr wieder in Betrieb gehen.

Neuer Standort muss noch bestimmt werden

Bis dahin bleibt nur zu klären, an welcher Stelle er klappern soll. Dort, wo er bisher stand, neben dem Busbahnhof, wird künftig wohl kein Platz mehr sein. Das Areal wird vom Freistaat Sachsen erworben. Die Bushaltestände stehen nicht unter Denkmalschutz und sollen rückgebaut werden.

Da das Pylonen-Hängedach und der Klapperbrunnen unter Denkmalschutz stehen, sollten sie zunächst am Standort bleiben. Die Fläche, auf der der Brunnen steht, ist allerdings für weitere Gebäude der TU vorgesehen.