Kleine Chemnitzer zeigen Engagement für die Natur

Umweltpreis Projekte befassten sich vor allem mit Artenvielfalt und Plastikmüll

Dass Schüler im Rahmen der weltweiten Bewegung "Fridays for Future" für den Klimaschutz auf die Straße gehen, ist schon aller Ehren wert. Noch besser wäre es, sich selbst aktiv für die Umwelt einzusetzen, sie zu verstehen und eigene Projekte anzuschieben. So, wie es die Kinder und Jugendlichen aus Chemnitz getan haben, die diese Woche mit dem Umweltpreis 2019 der Stadt ausgezeichnet wurden.

Schon mal "Plastikfrei" probiert?

Dabei standen diesmal vor allem zwei Themen im Mittelpunkt: der Erhalt der Artenvielfalt und Verschmutzung der Umwelt durch zu viel Plastik. Wie viel Plastikmüll eigentlich in unserer unmittelbaren Umgebung landet, wollten zum Beispiel zwei Familien aus Ebersdorf herausfinden. Sie befreiten mit ihren Kindern im Alter von 4 bis 7 Jahren den Ebersdorfer Dorfbach von Abfall. "Auf einer Strecke von einem Kilometer füllten wir drei gelbe Säcke und einen Eimer mit Restmüll", lautete ihre traurige Bilanz. Mit der Schädigung unserer Umwelt durch Plastikmüll beschäftigte sich auch Marewa Berner. Die Schülerin versuchte unter anderem zwei Wochen "plastikfrei" zu leben. "Insbesondere die sogenannten 'unverpackt-Geschäfte' waren hierfür unerlässlich", lautete das Fazit ihrer Recherche, die mit dem 2. Preis und 200 Euro gewürdigt wurde.

Theaterstück macht auf Problem aufmerksam

In der Altersklasse der Grundschulen belegte schließlich das Theaterprojekt "Das ist kein Mee(ä)rchen" der BIP Kreativitätsschule den mit 300 Euro dotierten 1. Platz. Die Schüler führten im Rahmen der Schultheaterwoche ein Stück auf, das sich mit der Verschmutzung der Weltmeere beschäftigte. Über einen zusätzlichen Sonderpreis und 150 Euro durfte sich die Tagesgruppe "Leuchtturm" des Caritasverbandes freuen. Als Begründung nannte die Jury die vorbildliche Arbeit beim Heranführen von Kindern an die Themen des Umweltschutzes in Kooperation mit dem Verein Nachhall e.V.

Bienen eine Zukunft bieten

In der Altersklasse der Klassen 5 bis 8 setzte sich schließlich Nick Haubold durch. Seine Bepflanzung im Kleingarten der Großeltern wurde zur Nahrungsquelle von Bienen. Darüber hinaus baute er Unterkünfte für Insekten, Vögel und Igel. Für sein Projekt erhielt er den1. Preis und 300 Euro.