Kleine Firmen ringen mit der Digitalisierung

Studie Regionale Handwerksunternehmen stehen Digitalisierung zögerlich gegenüber

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Foto: shironosov/iStockphoto

Ist die Digitalisierung fürs Handwerk eher Chance oder eher Risiko? Die regionalen Handwerksunternehmen sind da noch eher gespaltener Meinung: Gerade 22 Prozent von ihnen, so ergab eine Studie der Handwerkskammer Chemnitz, hat in den vergangenen zwölf Monaten in Digitalisierungsmaßnahmen investiert - vor allem in Verbesserungen der Betriebsorganisation, aber auch zur Erschließung neuer Kundenkreise.

Nur knapp die Hälfte sieht einen Nutzen in der Digitalisierung

In den verschiedenen Gewerken fällt die Digitalisierungsbegeisterung recht unterschiedlich aus: Am häufigsten investierten die Gesundheitshandwerke, auch Nahrungsmittel- und KFZ-Gewerke waren vergleichsweise weit vorn.

Allerdings messen nur etwa 56 Prozent der Betriebe überhaupt der Digitalisierung für ihre Branche eine größere Relevanz bei, so die Studie. Viele Unternehmer sähen hier keinen größeren Nutzen für sich selbst oder für ihre Kunden.

Auch die Rahmenbedingungen müssen verbessert werden

"Insgesamt wird die Bedeutung der Digitalisierung im regionalen Handwerk noch verkannt", glaubt deshalb Sören Ruppik, Hauptabteilungsleiter Gewerbeförderung bei der Chemnitzer Kammer. Dies liege zum Teil an der Altersstruktur der hiesigen Unternehmer oder an den digitalen Kompetenzen der Mitarbeiter - hier will die Handwerkskammer künftig mehr Aufklärung und Weiterbildungsarbeit leisten.

Zum anderen könnten aber auch die Rahmenbedingungen verbessert werden, sagt Ruppik: Insbesondere eine Förderung für Computertechnik, die auch kleinen Unternehmen nutzt, hält er für erstrebenswert. Auch der flächendeckende Breitbandausbau müsse vorangetrieben werden - denn ohne schnelles Netz nutzt auch das schönste Internetangebot nichts.