Kleine Raketenbauer

Kosmonautenzentrum Vorbereitung auf große Flugshow

Am Silvesternachmittag wird es auf der Wiese vor dem Kosmonautenzentrum "Sigmund Jähn" im Küchwaldpark wieder ein besonderes Spektakel geben. An die 50 Modellraketen sollen dann zu ihrem Flug in den Chemnitzer Himmel starten. Neben den großen Modellen, welche die Profis vom Raketenmodellsportclub Sachsen e. V. (rmc) entwickelten, werden auch kleinere Amateur-Modelle starten. Diese wurden am Montag und Dienstag von Kindern und Jugendlichen unter Anleitung des rmc gebaut. "Es waren ungefähr 25 Kinder hier. Der jüngste Teilnehmer war vier Jahre und der älteste 14 Jahre alt", sagt rmc-Mitglied Stephanie Uhlig, die selbst mehrmals bei Deutschen Meisterschaften auf dem Treppchen stand und 2010 in ihrer Klasse sogar Weltmeisterin im Raketenmodellsport wurde. Viele junge Raketenbauer kamen schon in den Vorjahren zu den Workshops. "Die erfahrenen Kinder bauen größere Modelle, für die man mindestens zwei Stunden Arbeitszeit einplanen muss. Kinder, die zum ersten Mal bei uns sind, bauen kleinere Raketen aus einem Einsteiger-Bausatz", erklärt Uhlig. Gestartet werden professionelle Modelle sowie die aus den Workshops am 31.12., ab 15 Uhr, vor dem Kosmonautenzentrum. "In den letzten Jahren hatten wir immer zwischen 800 und 1000 Besucher. Die haben wir anhand eines Luftbildes selber gezählt", erzählt Uhlig. Die bis zu 500 Gramm schweren Flugmodelle aus Papier, Pappe und dünner Glasfaser haben einen industriell gefertigten Antrieb, welcher elektrisch gezündet wird. Auf einen kurzen "Antriebs-Flug" folgt der "Verzögerungs-Flug". Auf dem Gipfelpunkt wird das "Rückkehrsystem", zum Beispiel ein Fallschirm, entfaltet und alles gleitet langsam zur Erde. Das Modell kann anschließend wiederverwendet werden. Live und in Farbe können alle Interessierten den 39. Silvester-Modellraketen-Start bei Glühwein und Bratwurst am Donnerstag, 15 Uhr, erleben.