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Kleiner Kasten, große Wirkung

Natur Heike Jahntur klärt über das Insektensterben auf

Am kommenden Wochenende findet bundesweit der Tag der deutschen Imkerei statt. Bereits am letzten Sonntag lud dazu der Immenhof in Euba zum Tag der offenen Tür ein. Mehr als 200 Besucher nutzten die Möglichkeit, Interessantes rund um das Thema Biene zu erfahren. Ob bei Führungen auf dem Hof oder beim Schauimkern - Imkerin Heike Janthur stand mit Rat und Tat zur Seite. Verfolgt werden konnte außerdem, wie Imkerin Christa Spehr den kostbaren Nektar aus den Waben "schleudert".

Seit 12 Jahren im Dienst

Seit zwölf Jahren frönen Heike Janthur und ihre Familie dem Hobby rund um die Bienen. Mittlerweile ist Heike Janthur als ausgebildete Bienensachverständige für Chemnitz und den Landkreis Mittelsachsen unterwegs, wenn es zum Beispiel um die Bienengesundheit geht. Auch wenn ein Bienenschwarm eingefangen werden muss, wird sie gerufen. Zudem betreut sie ein Bienenvolk im Naturkundemuseum Chemnitz.

Bienenstärkung auf dem Balkon

Bei einem Vortrag am Sonntag ging Heike Janthur auf das Insektensterben ein und nannte Möglichkeiten, diesem entgegenzuwirken. Es nütze zum Beispiel nichts, wenn überall "nur" Insektenhotels errichtet werden. Wichtig sei es, auch entsprechende Nahrung anzubieten. "Schon ein kleiner Gewürzkasten auf dem Balkon kann da helfen", sagt die Imkerin. In den Kasten könne beispielsweise Oregano und Thymian gepflanzt werden. "So hat man Kräuter für die Küche und Nahrung für Insekten und Wildbienen."

Was derzeit auch fehle, sei ein kräftiger Regen. In der Trockenheit gebe es wenig Nektar, den Rohstoff, aus dem Bienen Honig erzeugen. Im schlimmsten Fall könne ein Bienenvolk so verhungern. Mitte Juli werde die Imkerin Heike Janthur dann wieder beginnen, mit einer Zuckerlösung zuzufüttern. Auf dem Immenhof gibt es unter anderem Linden-, Raps- und Buchweizenhonig.



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