Kleingärten in der Stadt: Ruhe- und Kunstoasen

Natur "Sonnige Höhe" hat sich bei Bundeswettbewerb qualifiziert

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Foto: Thomas Schmotz

Die Kleingartenanlage "Sonnige Höhe" hat sich mit dem dritten Platz im Landeswettbewerb "Gärten in der Stadt" für den 24. Bundeswettbewerb "Gärten im Städtebau" qualifiziert. Am heutigen Montag wird eine Wettbewerbsjury das Gelände am Frühlichtweg begutachten. Mit dem Wettbewerb werden besondere städtebauliche, ökologische, gartenkulturelle und soziale Leistungen gewürdigt, mit denen Kleingärtner­ über die Grenzen der Gartenanlage hinaus positive Impulse in das Wohnumfeld senden.

Die Bewertung erfolgt in verschiedenen Kategorien. "Dabei soll der ökologischen Bedeutung von Kleingärten in unseren Städten und Gemeinden noch höhere Wertschätzung zukommen", sagt Jens Peter, Geschäftsführer vom Stadtverband Chemnitz der Kleingärtner. Die "Sonnige Höhe" kann unter anderem mit einem Begegnungs- und Seniorengarten punkten, mit einem Kinderspielplatz und einem Bienenschaukasten. Viele junge Familien mit Kindern ziehe es in diese Anlage, die eine Warteliste auf freie Parzellen führt. Anders sieht das in der Anlage "Vereinte Kraft" in Gablenz aus.

 

25 Gärten kommen in Schwung

 

 

Eingebettet in eine urbane Umgebung und am Hang gelegen, stehen von den über 300 Kleingärten dort derzeit 25 leer. In sie soll aber Leben einziehen - zumindest auf Zeit: Sie werden vom 16. bis 19. August kleine Kreativ-Parzellen für Künstler aus aller Welt. Das Festival Begehungen hat sich in diesem Sommer die bunte Kleingartenwelt als Schauplatz für das Kunstspektakel ausgesucht. "Wir glauben, dass eine Kleingartensparte eine wunderbare Metapher für die doch so alten und wahnsinnig aktuellen Dichotomien Stadt versus Land, Mensch versus Natur, Individualismus versus Kollektivismus, Ökonomie versus Ökologie oder Einheimischer versus Fremder ist, und diese sich genau an diesem Ort schlüssig bearbeiten lassen", erläutert Anne Timpel vom Verein Begehungen.