Klimastreik vor dem Heizkraftwerk Chemnitz-Nord

Streik Parents For Future bildet Menschenkette für mehr Klimaschutz

Bei der Kundgebung "#ChemnitzWähltKlima​"​ präsentierte am Donnerstag die Chemnitzer Ortsgruppe von "Parents for Future​" vor dem Heizkraftwerk Chemnitz-Nord die Ergebnisse ihrer Klimawahlprüfsteine zur Oberbürgermeisterwahl. Neben einer Pressekonferenz bildeten Teilnehmer an der Aktion eine Menschenkette, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Das Wärmekraftwerk, das von Eins Energie noch bis 2029 mit Braunkohle betrieben werden soll, sei laut ​"Parents for Future​" ein Symbol dafür, dass in Chemnitz bisher zu wenig für den Klimaschutz getan wird. 

"Die Chemnitzer OB-Wahl am 20. September ist eine Klimawahl, denn auch Kommunen wie Chemnitz müssen ihren Beitrag zur Bewältigung der Klimakrise leisten.", sagt Sebastian Wittig von "Parents for Future​".  

 Kandidaten des Oberbürgermeisteramt zu acht Klimawahlprüfsteinen befragt
 

Insgesamt schneiden Volkmar Zschocke (Grüne), Sven Schulze (SPD) und Lars Faßmann (parteilos) bei den Klimawahlprüfsteinen am besten ab. Diese drei fordern oder wünschen sich, dass die Stadt Chemnitz bis zum Jahr 2035 CO2-neutral ist. Sie bewerten den Klimawandel als eine ernsthafte Bedrohung und muss bei politischen Entscheidungen mehr Priorität haben. Darüber hinaus bieten sie teilweise sehr umfangreiche Konzepte für mehr Klimaschutz in Chemnitz an. ​Aus den Antworten von Paul Vogel (Die Partei) lassen sich neben seiner Unterstützung zum Jahr 2035 ebenso ambitionierte Standpunkte ableiten. Auch Susanne Schaper (Linke) zeigt ein gutes klimapolitisches Profil. Im Gegensatz zu Zschocke, Schulze und Faßmann hält sie die CO2-Neutralität für Chemnitz jedoch nicht viel eher als in 2050 für realistisch. Zudem ist für sie der Chemnitzer Braunkohleausstieg zum Jahr 2023 nicht umsetzbar. Almut Patt (CDU) bezieht kaum klare Positionen und Matthias Eberlein (Freie Wähler) möchte sich nur auf eine Anpassung an den Klimawandel beschränken. 

"Wir wollen Chemnitzerinnen und Chemnitzer, denen Klimaschutz und der Erhalt der Lebensgrundlagen in Chemnitz besonders wichtig sind, mit Hilfe der Klimawahlprüfsteine dabei unterstützen, eine fundierte Wahlentscheidung bei der OB-Wahl zu treffen.", fügt Sebastian Wittig von "Parents for Future​" hinzu.  
Bei der Kundgebung am Kraftwerk rief das ​"For-Future-Bündnis Chemnitz​" auch zur Teilnahme am globalen Klimastreik am 25. September 2020 auf. ​"Damit können die Menschen den Politiker*innen Mut machen, damit sie die notwendigen Maßnahmen rechtzeitig ergreifen, um die schlimmsten Folgen der Klimakatastrophe zu verhindern.", sagt Sebastian Wittig von "Parents for Future​". Die Demonstration startet um 14 Uhr am Roten Turm. Das ​"For-Future-Bündnis Chemnitz​" besteht aus den Chemnitzer Ortsgruppen von "Fridays for Future​", ​"Students for Future​" und ​"Parents for Future​".  


Weitere Informationen zu den Ergebnissen der Klimawahlprüfsteine zur Chemnitzer OB-Wahl findet ihr hier.