Klinikum-Cup bleibt in Chemnitz!

FUSSBALL Fanszene und Nachwuchs demonstrieren Geschlossenheit

Die erste Mannschaft der U12 des Chemnitzer FC hat den "12. Klinikum-Chemnitz-Cup" gewonnen. In einem spannenden Finale setzten sich die Himmelblauen gegen den FSV Zwickau mit 1:0 durch. Im Spiel um den dritten Platz verlor die zweite CFC-Mannschaft gegen Tennis Borussia Berlin mit 1:3. Ein weiterer Höhepunkt des Turniers war das Vereinsderby zwischen den himmelblauen Nachwuchstrainern und der CFC-Traditionself. Dieses konnten Oldies mit 3:2 für sich entscheiden.

Verschiedene Fanaktionen für den Nachwuchs

Der "Fanszene Chemnitz e.V." hat in Zusammenarbeit mit dem "Förderverein für Jugend, Sport und Soziales e.V." im Vorfeld des "Klinikum-Cups" mit mehreren Aktionen gehörig die Werbetrommel gerührt - und das mit beachtlichem Erfolg: "Der Tag ist rundum gelungen und unser Ziel, den Fokus auf den Nachwuchs zu richten, haben wir erreicht", fassen die Organisatoren das Turnier zusammen. Insgesamt waren mehr als 1.000 Zuschauer anwesend, darunter unter anderem auch Dejan Bozic mit Sohn sowie Daniel Frahn. Durch den Verkauf von 500 symbolischen Eintrittskarten wurden Spenden von über 3.000 Euro eingesammelt. Die himmelblauen Fans, die den Nachwuchs bei ihren Spiele lautstark supporteten, wiesen zudem mit den Spruchbändern "Kleine Helden der Stadt" und "Für immer verein(t)" auf die elementare Bedeutung der Nachwuchsarbeit hin.

"Kleine Helden der Stadt" vor dem Aus?

Zwei Tage vor dem Klinikum-Cup ließ Insolvenzverwalter Klaus Siemon verlautbaren, dass dem Nachwuchsleistungszentrum für dessen planmäßige Fortführung aktuell noch 180.000,- Euro fehlen. Sofern diese nicht aufgebracht werden können, droht die Masseunzulänglichkeit. Um diese Lücke zu schließen, ist die Stadt Chemnitz bereit, eine weitere Förderung in Höhe von 80.000,- Euro zu tätigen, vorausgesetzt diese werden zweckgebunden für den Nachwuchs verwendet. Die restlichen 100.000,- Euro sollen vor allem von Mitgliedern beigesteuert werden, die noch nicht ihren Mitgliedsbeitrag beglichen haben. Die Möglichkeit einer Beitragspflicht, die im Rahmen einer Mitgliederversammlung in der Satzung verankert werden könnte und eine Zweckbindung zugunsten des Nachwuchsleistungszentrum beinhaltet, hat der Insolvenzverwalter bis dato jedoch abgelehnt. Circa die Hälfte der Mitglieder ist in der jüngeren Vergangenheit dem Aufruf nachgekommen und hat bereits bezahlt.

Andere zielführende Optionen - wie beispielsweise eine zweckgebundene Umverlagerung von Sponsoren- und Investorengelder zugunsten des Nachwuchsleistungszentrums - werden scheinbar noch nicht in Erwägung gezogen. Zum Klinikum-Cup waren weder Klaus Siemon noch Thomas Sobotzik in der Richard-Hartmann-Halle anwesend. Einzig Thomas Uhlig schaute ab der Zwischenrunde vorbei und dem himmelblauen Nachwuchs zu.