Demokratiewoche: Kopfgrenzen abbauen und selbstständig denken

Projekt Untere Luisenschule veranstaltete eine Demokratiewoche für ihre Schüler

Meinungsbildung, Kommunikationstraining, Medienbildung und Politikertalk - das sind ein paar Themen, die die Schüler der Unteren Luisenschule in dieser Woche auf dem Stundenplan hatten. Die Oberschule veranstaltete eine Woche der Demokratie, passend zum Tag der Demokratie, der in Deutschland am 15. September begangen wird. "Schule als Lebensraum muss mehr sein, als nur Lehrstoff zu vermitteln. Die Schüler müssen da abgeholt werden, wo sie stehen, um sie zu befähigen, verantwortungsvolle demokratische Menschen zu werden", erläutert Lehrerin Katarina Seidel das Projekt.

Mit der Demokratiewoche konnte die Pädagogin unterschiedliche Akteure der Freien Jugendarbeit gewinnen, die die Schule und sie unterstützten, das Projekt vielfältig durchzuführen. Mit im Boot waren unter anderem die Schulsozialarbeit vom solaris Förderzentrum sowie das Netzwerk für Kultur und Jugendarbeit. An einem Tag konnten die Schüler zum Beispiel Lieblingsorte in ihrer Stadt Chemnitz benennen, aber auch solche, die sie eher meiden. "Mitbestimmung ist wichtig. Nur so lernen Kinder und Jugendliche, selbstständig zu werden und Kopfgrenzen abzubauen", sagt Katarina Seidel. An einem weiteren Tag der Demokratiewoche gab es für die Luisenschule Unterstützung vom Verein Courage Werkstatt, in dem das Thema Rassismus im Alltag aufgefasst wurde. Über 100 Kinder haben sich laut Seidel daran beteiligt. "Für mich als Lehrerin und Mitglied des Jugendhilfeausschusses ist es sehr wichtig, die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen zu kennen, sie aktiv zu unterstützen bei der Teilhabe an unserer Stadt und ihren Ideen zu begleiten", erläutert Katarina Seidel. Das Projekt soll in den nächsten Jahren fester Bestandteil in der Schulkultur werden.