Kreative Köpfe beim Saxeed-Ideenwettbewerb

Start ups Damit Züge pünktlicher werden

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Christian Günther, Dr. Daniel Pietschmann (Foto) und Martin Schulze freuen sich über den ersten Platz in der Kategorie 'Wissenschaftler'. Foto: Conny Dick/Saxeed

Eine Software, die Zugverspätungen vermeidet. Ein Tee, der Menstruationsbeschwerden lindert. Ein Aquaponik-System, das Gemüseanbau in der Stadt effizient macht. Oder Bluttests, die die Malaria-Diagnose beschleunigen. 57 Geschäftsideen hatten Studierende und Wissenschaftler der vier südwestsächsischen Hochschulen eingereicht beim Wettbewerb "Schicke Ideen" des Gründernetzwerks Saxeed.

Die besten Studenten- und Wissenschaftlerteams durften sich am Montagabend in der Mensa an der Reichenhainer Straße dem Publikum stellen. Drei Minuten hatten sie jeweils Zeit, Hintergründe und Umsetzungschancen ihrer Idee und nicht zuletzt sich selbst als potenzielle Unternehmensgründer zu präsentieren. Ausgereift und zum Teil auch schon erfolgreich im Markt getestet sind die Ideen der Wissenschaftlerteams: Maschinenteile aus Holz wurden hier vorgestellt oder ein textilienbasiertes Wärmesystem für die Schweinezucht waren hier am Start.

Durchgesetzt hat sich schließlich das Team VisVantage mit Christian Günther, Daniel Pietschmann und Martin Schulze. Die Wissenschaftler von der TU Chemnitz wollen Verkehrsströme visualisieren und so Verkehrsplanern bei Zug-Unternehmen oder Fluggesellschaften die Arbeit erleichtern: Störungen im Verkehrsablauf und ihre Auswirkungen auf die Pünktlichkeit der Fahrzeuge sollen so schneller erkannt werden.

In der Gruppe der Studierenden gewann John-Henning Peper, ebenfalls von der TU Chemnitz: Der Wirtschaftswissenschaftler überzeugte die Live-Jury und das Publikum mit seiner Idee für standardisierte Hilfscontainer. Sie sollen in Katastrophengebieten schnell für Energie, Kommunikationsmöglichkeiten und frisches Wasser sorgen - und so die Hilfskräfte bei ihrer Arbeit unterstützen. "Er war schon immer ein Tüftler", war Pepers Vater, extra aus Norddeutschland angereist, sichtlich stolz. Der Sohn versprach: "Ich werde die Idee weiterentwickeln. Der Plan für die nächsten Monate steht."