"Kubatur lässt sich erahnen"

Innenstadt Alte Aktienspinnerei bekommt neues Dach

Tonnenschwere Dachskelette wurden am Dienstag mit Hilfe eines riesigen Autodrehkrans auf den Mauern des Westflügels der Alten Aktienspinnerei auf Stahlstützen aufgesetzt. Die Konstruktion soll nun mit Trapezblechen eingedeckt werden. "Die historische Höhe und die ursprüngliche Kubatur des Satteldaches und des Gebäudes lassen sich schon jetzt wieder erahnen", sagt Peter Voit, Leiter der Chemnitzer Niederlassung des Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB). Auch an der Herstellung der Fassade an der Straße der Nationen nach historischem Vorbild wird derzeit gewerkelt. "Niemand weiß, wie die Fassade wirklich aussah", sagt Voit, "es existiert nur ein Foto aus dem Jahr 1899". Dach und Obergeschosse des Gebäudekomplexes wurden im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt. Parallel zu den Arbeiten am Dach geht auch der Umbau des Mittelbaus voran. An der Nordseite ist das Fundament für den Neubau des Magazinturms fast fertig. Dieser beherbergt künftig das Archiv der neuen Zentralbibliothek der Technischen Universität. Lesesaal und öffentliche Bereiche wie Foyer, Ausleihe sowie Gruppenarbeitsräume werden im Bestandsgebäude untergebracht, Verwaltung und Freihandbereiche befinden sich dann in den Gebäudeflügeln. Geht alles nach Plan, sind die Arbeiten am Rohbau bis zum Jahresende abgeschlossen. "Im Winter könnten wir dann mit dem Innenausbau beginnen", erklärt Voit. Im Jahr 2018 soll die neue Zentralbibliothek an die TU übergeben werden.