Künftig von Zwönitz zur TU Chemnitz in 30 Minuten

Bahn Neue Verbindung Fahrplanwechsel 2018/19

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In Zwönitz bekommen Bahnreisende künftig direkten Anschluss nach Chemnitz. Foto: R. Wendland

Zwönitz. Manchmal lohnt es sich doch zu kämpfen: Der Bahnausbau Chemnitz-Zwönitz hat begonnen. Doch bis dahin war es ein weiter Weg. Vergangenes Jahr im April waren es die Bürgermeister von Aue, Schneeberg, Lößnitz, Bad Schlema, Lauter, Schwarzenberg und Zwönitz, die sich mit der Erzgebirgsbahn auf den Weg zum VMS Verkehrsverbund Mittelsachsen nach Chemnitz gemacht hatten.

Zu dem Zeitpunkt stand die Bahnlinie Chemnitz-Aue auf der Kippe. Die Kommunen haben sich stark dafür gemacht, die Strecke, die über den Haltepunkt Thalheim hinaus fraglich war, zu erhalten. Das Anfahren von Zwönitz, Lößnitz und Aue hat man im Nahverkehrsplan 2016-2020 nicht mehr vorgesehen.

Und was passiert jetzt?

Der Streckenausbau für die Stufe 2 des Chemnitzer Modells hat begonnen. Neben den Bürgermeistern haben auch engagierte Bürger mit Unterschriften und einer Online-Petition klar signalisiert, wie notwendig die Bahnlinie für die Region ist.

Wie seitens des VMS mitgeteilt wird, sei die zweite Lieferserie der insgesamt zwölf Citylink-Bahnen gestartet. Eine solche Bahn kostet knapp 6 Millionen Euro. Das Besondere: es handelt sich um ein Zweirichtungsfahrzeug, das sowohl für den Eisenbahn- als auch den Straßenbahnbetrieb zugelassen ist und das elektrisch oder mit Diesel betrieben werden kann.

Die Verbindung bringt Vorteile: Studenten könnten zukünftig, voraussichtlich ab 2018, im optimalen Fall alle halbe Stunde in Zwönitz einsteigen und direkt an der Universität in Chemnitz aussteigen. Die Betriebsaufnahme der gesamten Stufe 2 soll zum Fahrplanwechsel 2018/2019 erfolgen.