Künstlerisches Schaffen am Brühl und dem Sonnenberg

Wirtschaft Projekte aus Kultur und Kreativbereich werden ausgezeichnet

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So sehen Sieger aus: "Krach" hat elf Preisträger-Projekte gefunden. Foto: Mark Frost / CWE

"Wir sind zu einer Bewegung angewachsen", freute sich Sören Uhle, Geschäftsführer der Chemnitzer Wirtschaftsförderung (CWE). Wohl wahr: Vier Vermietungspartner, die Stadtverwaltung, die CWE als städtische Tochter, der Verein Kreatives Chemnitz, neun Juroren aus ganz Europa, ein paar dienstleistende Agenturen und neue Sponsoren sorgten dafür, dass die erste Runde des Wettbewerbs "Krach - Kreativraum Chemnitz" am Samstag mit der Verleihung von elf Förderpreisen ihren Höhepunkt finden konnte.

Noch besser aber:

Etwa 50 Projekte hatten sich überhaupt erst um diesen Preis beworben. Für Uhle ein Ausweis, dass man "den Nerv der Zeit getroffen" und "aus einer vermeintlichen Schwäche eine Stärke gemacht" habe. Nun stehen die Sieger fest, die sich nicht nur über ein Startbudget von 2.500 Euro freuen dürfen, sondern vor allem einen Raum auf dem Sonnenberg, im Zentrum, auf dem Brühl oder an der Leipziger Straße in Besitz nehmen können.

Ganz unterschiedliche, zumeist auf Chemnitzer Basis entstandene Projekte konnten sich im Wettbewerb durchsetzen. Da ist Franziska Dörner, die künftig in der Theaterstraße ihre Designerlampen herstellen wird. Da sind die vier Macher des Holzkombinats, die sich am Brühl erweitern können. Da gibt es Theatermacher für den Sonnenberg und Designer von kostengünstigen Küchenmöbeln für den Spinnereimaschinenbau, eine Mitmach- und Upcycling-Werkstatt, die im Tietz eröffnen will, oder Designer für den Brühl-Boulevard.

Ein Aufschwung für die Viertel?

So werden die Krach-Gewinner nicht nur - hoffentlich - selbst gute Geschäfte machen, sondern zugleich Brachflächen und Viertel beleben. Damit sie dabei möglichst erfolgreich sind, erhalten sie auch in Zukunft Beratung und Unterstützung durch die CWE, die Stadtverwaltung und das Kreative Chemnitz. Wann die ersten Sieger in ihre Flächen einziehen, ist indes noch unklar. Einige der Flächen müssen jetzt für die Bedürfnisse der Preisträger erst vorbereitet werden.