Kultur und Wirtschaft bündeln ihre Kräfte

Projekt Unternehmer, Kammern und Banken schließen sich zum Klub 2025 zusammen

Als einen Meilenstein auf dem Weg der Bewerbung zur Kulturhauptstadt bezeichnete Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig gestern den neu gegründeten Klub 2025. Unter dem Motto "Kultur braucht Wirtschaft - Wirtschaft braucht Kultur" haben sich Unternehmen, Banken, die IHK, die Handwerkskammer und die CWE zu einer Initiative zusammengeschlossen, um Firmen zu animieren, sich finanziell für das Kulturangebot der Stadt zu engagieren. Die Gelder werden vom Klub gesammelt und investiert.

75.000 Euro für Projektförderungen

Unternehmen aus dem gesamten Wirtschaftsraum Südwestsachsen, ganz gleich wie groß sie sind, können sich im Klub 2025 einbringen und Summen von 2.000 bis 25.000 Euro einzahlen. Ein Teil der eingenommenen Mittel soll direkt in Kulturhauptstadtprojekte fließen. Ab 15. März soll es zudem einen öffentlichen Aufruf unter www.klub2025.eu geben. Kulturprojekte, die einen nachhaltigen Beitrag für einen attraktiven Wirtschafts- und Kulturstandort leisten, können sich dort bewerben. Auf einem Formular müssen das Anliegen, die Ziele und die Motivation für das jeweilige Projekt erläutert werden. In regelmäßigen Abständen kommen dann Vertreter aus Wirtschaft und Kultur zusammen, um über die Anträge zu beraten und gemeinsam zu entscheiden, welche Projekte unterstützt werden, heißt es vom Klub. Bisher habe die Initiative Zusagen in Höhe von 75.000 Euro für Projektförderungen erhalten, informierte Michael Kreuzkamp, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Chemnitz.

Die Bewerbung zur Kulturhauptstadt bezeichnete Dieter Pfortner, Präsident der IHK Chemnitz, als ein gesellschaftliches Muss, um etwas zu bewegen. Dass die Bewerbung genau zu richtigen Zeit kommt, findet Gunnar Bertram, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Chemnitz. "Der Scheinwerfer liegt gerade auf der Stadt und wir haben die Möglichkeit, das zu nutzen", sagte er.