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Kulturhauptstadt 2025: Chemnitz macht Fenster für Europa auf

Entscheidung Chemnitz setzt sich gegen vier Mitbewerber durch

Es war ein Marathon über vier Jahre - und er hat sich gelohnt! Chemnitz wird Europäische Kulturhauptstadt 2025! Sylvia Amann, die Vorsitzende der Internationalen Jury, zog am Donnerstag um 13.27 Uhr ein unscheinbares weißes Blatt aus einem weißem Umschlag, auf dem acht schwarze Buchstaben standen: Chemnitz. "Der vorletzte Arbeitstag als Oberbürgermeisterin dieser wunderbaren Stadt ist eindeutig der beste meiner 14-jährigen Amtszeit. Dieser Titel ist für Chemnitz die große Chance, viel zu geben und viel zu bekommen, viel vom Ungesehenen zu zeigen. Nicht nur die Bilder von Nazi-Aufmärschen, sondern eine Erzählung von Fleiß und Kreativität für gelebte europäische Werte", sagte die scheidende Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig im Anschluss an die Verkündung. Der Titel werde der Stadt einen Schub geben, Ressourcen hier bündeln, die über Generationen wirken können.

"Der Bewerbungsprozess zur europäischen Kulturhauptstadt hat in den letzten Jahren etwas in Bewegung gesetzt. Besonders schätze ich, dass die Stadt die rassistischen Ausschreitungen 2018 in der Bewerbung nicht verschwiegen hat, sondern eine direkte Auseinandersetzung mit diesen Ereignissen vollzieht", sagte Anna Cavazzini, bündnisgrüne Europaabgeordnete für Sachsen.

Dass der Titel Kulturhauptstadt 2025 auch Strahlkraft für die gesamte Region bringen wird, davon ist Kultusministerin Barbara Klepsch überzeugt. Der Zuschlag sei eine Auszeichnung für die Kulturarbeit vor Ort und eröffne neue Möglichkeiten für das kulturelle Leben. "Hier ist es mir wichtig, dass wir auch die Umgebung von Chemnitz mitdenken. Als Schauplatz der Begegnung wird die Region zu einem zentralen Besuchermagneten im Freistaat Sachsen".

Jetzt soll an der Umsetzung gearbeitet werden

Der 28. Oktober 2020 wird in die Geschichte Chemnitz' und des Freistaates Sachsen eingehen, ist sich Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig ganz sicher. Heute und in den letzten Jahren sei eine große Energie und Kraft entstanden, die die Menschen weiter- aber auch zusammenbringt. Und der Titel Kulturhauptstdat 2025 habe noch etwas ganz Wichtiges im Gepäck: "Die Bürger wissen jetzt: Chemnitz kann gewinnen!", so Ludwig. Sie wünscht sich, dass den Chemnitzern klar wird, dass ihre Stadt bei dem anspruchsvollsten europäischen Wettbewerb, den es gibt, als Sieger hervorgegangen ist. "Das wird sicher für zwei Generationen eine große Wirkung auf ihre Sicht der Stadt haben", so Barbara Ludwig. Das Fenster für Europa sei in Chemnitz aufgemacht worden.

Dass der Titel auch ein Lichtblick für Künstler und Kulturschaffende aller Art ist, machte Kultusministerin Barbara Klepsch deutlich. "Alle warten auf diese Chance", sagte sie. Nicht nur die Stadt Chemnitz, sondern der gesamte Freistaat hoffe auf gute Zeiten nach der Pandemie.

Sven Schulze, der künftige Oberbürgermeister von Chemnitz, freute sich über das große Geschenk, dass er - noch nicht einmal im Amt - bekommen hat. "Chemnitzer, wir müssen uns nicht verstecken!", lautete seine Botschaft an die Bürger seiner Stadt.

Und wie geht es jetzt weiter? Laut Ferenc Csák, dem Leiter der Kulturhauptstadtbewerbung, soll sofort an der Umsetzung der Pläne für 2025 gearbeitet werden. Das gute Chemnitzer Bidbook sei eine Visitenkarte für Europa gewesen - nun müsse es Realität werden. Verhandlungen mit der Staatskanzlei und Gespräche in Berlin sollen folgen. "Dann muss eine GmbH als Zentrum der Bewerbung gegründet werden", kündigte er an. Csák habe in der Nacht vor der Entscheidung der Europäischen Jury übrigens gut geschlafen. "Weil wir auch einen guten Plan B gehabt hätten. Aber den brauchen wir nun nicht", sagte er.

Live-Ticker:

13.33 Uhr: Kulturministerin Barbara Klepsch zur Entscheidung für Chemnitz: "Ich bin überglücklich über die Entscheidung der europäischen Jury. Damit rückt eine starke Stadt mitten in Europa noch weiter in das Herz des Kontinents. Die Empfehlung ist eine Auszeichnung für die Kulturarbeit vor Ort und eröffnet neue Möglichkeiten für das kulturelle Leben. Hier ist es mir wichtig, dass wir auch die Umgebung von Chemnitz mitdenken. Als Schauplatz der Begegnung wird die Region zu einem zentralen Besuchermagneten im Freistaat Sachsen. Ich lade alle Kulturinteressierten aus Europa und darüber hinaus 2025 nach Chemnitz ein, um zu erleben, welche Reichtümer die Stadt zu bieten hat", so die Ministerin bei der Pressekonferenz der Bewerberstadt Chemnitz, auf der die Entscheidung der europäischen Jury übertragen wurde.

13.32 Uhr: Ministerpräsident Michael Kretschmer betonte: "Ich freue mich riesig für diese wunderbare Stadt und die hier lebenden Menschen. Ich bin mir sicher: Die Macher-Mentalität der Chemnitzer war mitentscheidend dafür, dass es am Ende geklappt hat. Mein Dank gilt allen, die dafür mit viel Herz und bewundernswertem Engagement gearbeitet haben. Die Entscheidung der europäischen Auswahljury ist eine unglaubliche Chance für Chemnitz, in Europa und in der Welt nun noch deutlich sichtbarer zu werden. Als ein spannender Ort mit einer einzigartigen Kulturlandschaft, mit kühnen Ideen und engagierten, mutigen und kreativen Bürgerinnen und Bürgern. Es gibt überall in Europa Städte, in denen das wirtschaftliche Herz schlägt, die aber dennoch im Schatten anderer Metropolen stehen. Und die es wie Chemnitz verdienen, dass sie von noch mehr Menschen gesehen werden. Chemnitz2025 hat das Potential, ein starker Impulsgeber für viele weitere Orte in Europa zu sein. Denn Chemnitz steht auch dafür, wie wichtig es ist, die Gefahr von Spaltungen zu überwinden und aktiv für unsere europäischen Werte und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt einzutreten."

13.29 Uhr: Barbara Ludwig teilt sichtlich ergriffen ihre Freude über das Ergebnis mit. "Es haben so viele mitgemacht, sich eingeschätzt. Das wurde belohnt. Es wird der Stadt unglaublich gut tun!"

13.28 Uhr: Im Saal rastet man komplett aus. Wilde Freudenszenerien spielen sich ab. Und nun wird Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig zugeschaltet.

13.27 Uhr: CHEMNITZ WIRD KULTURHAUPTSTADT EUROPAS 2025!

13.26 Uhr: Sylvia Amann lädt alle Bewerberstädte dazu auch, die Kultur auch unabhängig vom Ausgang der Entscheidung weiter in den Mittelpunkt ihres Wirkens zu rücken und den internationalen, kulturellen Austausch weiter zu suchen.

13.23 Uhr: Die Verkündung der finalen Entscheidung durch die Juryvorsitzende Sylvia Amann folgt jetzt. Die Jury hat bis heute Mittag noch einmal diskutiert und nach mehreren Stunden eine Entscheidung getroffen.

13.20 Uhr: Prof. Dr. Markus Hilgert, Generalsekretär der Kulturstiftung, dankt allen Bewerberstädten für ihre wunderbaren Konzepte und ihr Engagement. Außerdem bedankt er sich bei allen, die mit der Kulturstiftung der Länder im Zusammenhang mit der Kulturhauptstadtbewerbung zusammengearbeitet haben.

13.10 Uhr: Aktuell spricht Jörg Wojahn, der Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland. Es folgt eine kurze Ansprache vom Bayrischen Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler. Die Entscheidung rückt näher.

13.00 Uhr: Es geht los. Alle Bewerberstädte werden nun kurz zugeschaltet. Hans-Georg Moek, der Leiter Kommunikation Kulturstiftung der Länder, moderiert die Veranstaltung. Chemnitz wird als erstes präsentiert.

12.50 Uhr: In wenigen Minuten startet der Live-Stream. Mit einer Bekanntgabe wird gegen 13.30 Uhr gerechnet.