Kulturhauptstadt-Highlight zum Finale: Internationale Ausstellung "Randlagen" zeigt einzigartige Kunst in Chemnitz

"Randlagen" bringt erstmals Werke renommierter Künstler aus mehreren Kontinenten nach Chemnitz. Besucher erwartet internationale Kunst, spannende Events und seltene Einblicke.

Chemnitz

Das Festjahr zur Europäischen Kulturhauptstadt neigt sich langsam dem Ende, doch ein spektakuläres Highlight sollten Kunstinteressierte auf keinen Fall verpassen!

Einzigartige Ausstellung eröffnet

Die einzigartige Kunstausstellung "Randlagen" hat am vergangenen Wochenende im Garagencampus ihre Eröffnung gefeiert. Bis zum 30. Dezember können die Gäste täglich von 12 bis 19 Uhr kostenfrei an der Zwickauer Straße 164 vorbeischauen. Dabei zeigen renommierte und aufstrebende Kunstschaffende aus Chemnitz, Europa und Übersee ihre Werke. Die Schau entsteht in Kooperation mit der Stadt Chemnitz.

"Randlagen" mit einzigartiger Zusammenstellung der Kunstwerke

In "Randlagen" geht es vor allem um geografische Randlagen. "Die Randlage in Deutschland zu unserem direkten Nachbarn Tschechien, zu unseren Nachbarn der Europäischen Union auf dem europäischen Festland, aber eben auch zu den äußersten Randlagen der EU und ihren Nachbarn, was uns tatsächlich auf andere Kontinente führt", erklärt der Hauptverantwortliche Bernhard Conrad gegenüber BLICK.de.

Kunst kann erworben werden

Das, was die Ausstellung so einzigartig macht, ist die Zusammenstellung der Künstler und Künstlerinnen, die teilweise von weit herkommen, um ihre Werke in Chemnitz auszustellen. Neben der Besichtigung der Werke können hier zudem auch Kunstwerke vor Ort erworben werden und es finden verschiedene Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung statt, wie z.B. Lesungen und Konzerte.

Zwei thematische Hallen warten die Gäste

Ins Leben gerufen wurde die Ausstellung von den Kuratoren Kristina Spakowskaja aus Belarus und dem Wahlchemnitzer Bernhard Conrad, der einen Teil seines Lebens in Französisch-Guyana verbrachte. Beide konnten durch ihre Arbeit in der Kunstszene ein großes Netzwerk aufbauen und die Ausstellung ins Leben rufen.

"Randlagen" zeigt in zwei Hallen (Chemnitz / Europa und Südamerika / Indischer Ozean) auf 400 Quadratmetern Werke verschiedener Künstler, von Gemälden über Skulpturen bis hin zu Fotografien.

Besondere Künstler stellen erstmals in Chemnitz aus

Besonders dürfen sich die Gäste auf die Gemälde von John Li A Fo freuen, der u.a. die Frankfurter Buchmesse gestaltete. Er ist ein Künstler, der in Französisch-Guyana lebt und arbeitet. Li A Fo hatte bereits Ausstellungen Südamerika, Europa, Kuba, Barbados, Kanada, Martinique, Guadeloupe und den USA. Zudem hat er in der Vergangenheit an Großprojekten wie der Gestaltung von Flughäfen und Hafenanlagen mitgewirkt.

Ebenfalls Teil von "Randlagen" ist der Maler George Struikelblok, der seines Zeichens bereits Teil der "Documenta" war. Er besuchte die Nola Hatterman Art Academy in Suriname, später dann weitere Kunstakademien in den USA, den Niederlanden, Italien sowie auf Jamaica. Auch er hat seine Gemälde bereits auf der ganzen Welt, darunter u.a. in den USA, Europa, China, Inseln in der Karibik, Brasilien, ausgestellt.

Auch der Fotograf Christian Holveck, der auf La Reunion lebt und arbeitet, stellt seine Bilder, darunter spektakuläre Naturaufnahmen, nun in Chemnitz aus. Kurator Conrad ist besonders stolz darauf, dass es gelungen ist, diese Künstler und Künstlerinnen, teilweise zum ersten Mal, nach Chemnitz zu holen.

Kunst aus Chemnitz und der ganzen Welt

Weitere Künstler und Künstlerinnen, die in "Randlagen" zu sehen sind: Dany Turbé (La Reunion), Kenneth Flijders (Suriname), Martin Tomášek (Tschechien), Radek Fridrich (Tschechien), Dr. Lena Shichko (Belarus), Kristina Spakowskaja (Belarus), Viktoria Cheshkova (Ukraine), Valeriya Miller (Ukraine), Anne Schlesinger (Chemnitz), Eric Jens Landrock (Chemnitz), Cornelia Zabinski (Chemnitz), Thomas Heinicke (Chemnitz), Katja Glänzel (Chemnitz) und Enno Wetzel (Chemnitz).

Griot-Musik aus Westafrika live erleben

Im Rahmen der Ausstellung finden verschiedene Events vor Ort statt. Kurator Conrad hebt dabei ein Konzert besonders hervor, dass am 21. Dezember (20 Uhr) stattfinden wird. Es wird traditionelle Griot-Musik aus Westafrika dargeboten. Griots erzählen in ihren Gesängen Mythen und Geschichten aus Afrika und von verschiedenen Stämmen. Sie sind beinahe gleichgesetzt wie Könige, da sie die Kulturen, Traditionen und Geschichte des Kontinents bewahren. Untermalt wird der Gesang von Trommeln und Koras (afrikanische Stegharfe). Der Eintritt zum Konzert kostet 15 Euro.

Weitere Informationen zur Ausstellung "Randlagen" und den damit verbunden Events sind auf der offiziellen Homepage randlagenchemnitz.eu zu lesen.