Kundenwünsche treiben die Innovation

Umfrage 40 Prozent der Chemnitzer Unternehmen führen regelmäßig neue Produkte und Dienstleistungen ein

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Die Wünsche und Anforderungen der Kunden sind in Unternehmen am häufigsten der Auslöser für Innovationen. Foto: Rico Hinkel

Die Stärke der Wirtschaftsregion Chemnitz liegt vor allem beim Mittelstand, der laut European Innovation Scoreboard überdurchschnittlich häufig Innovationen hervorbringt und intensiv mit anderen Unternehmen und wissenschaftlichen Institutionen kooperiert. Das bestätigte jüngst die Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer mit 672 teilnehmenden Unternehmen zum Jahresbeginn 2017.

Das Ergebnis: 40 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen führen regelmäßig neue Produkte und Dienstleistungen ein. In der Industrie ist es jedes zweite Unternehmen. Diese Firmen schätzen ihre Geschäftslage positiver ein und erwirtschaften öfter Gewinne. Bei rund einem Viertel (26 Prozent) beträgt der Abstand zwischen der Einführung neuer Produkte und Leistungen weniger als sechs Monate. Die Wünsche und Anforderungen der Kunden seien dabei am häufigsten der Auslöser für Innovationen (69 Prozent), gefolgt von Branchenanalysen, Visionen des Unternehmers und neuen Technologien.

IHK sieht sich als Vermittler

"Die Umfrageergebnisse beweisen die starke Kundenorientierung der Unternehmen. Kundenanfragen sind der wichtigste Innovationstreiber. Luft nach oben besteht jedoch bei der Vernetzung der etablierten Wirtschaft mit der sächsischen Start-up-Szene", weiß Christoph Neuberg, Geschäftsführer Industrie/Außenwirtschaft der IHK Chemnitz. "Als IHK versuchen wir, diese Mittlerrolle einzunehmen und werden das in Zukunft noch stärker tun."

Hintergrund: Im Kammerbezirk Chemnitz betreiben knapp 500 Unternehmen mit rund 4.300 Beschäftigten kontinuierlich auch Forschung und Entwicklung. Zudem bieten rund 70 Forschungsinstitute und -dienstleister ihre Leistungen an. Rund 31 Prozent testen laut Umfrage immer vorab ihre neuen Produkte und Dienstleistungen auf Marktfähigkeit. Ebenso so viele führen den Test gelegentlich aus, 17 Prozent selten und 21 Prozent nie.