Kunst bei Start-ups

Ausstellung Schüler zeigen ihre Foto-Arbeiten im TCC

Das erste Mal ist es nicht, dass Julia Gersch und Michael Felber ihre Bilder - wie seit Donnerstag im Technologie Centrum Chemnitz - zeigen: Im Oktober konnten die beiden 17-jährigen Gymnasiasten Fotos im Rahmen des Schlingel-Filmwettbewerbs präsentieren. "Das Ganze war ein Fotoprojekt in den Ferien", so Julia: "Wir sollten berühmte Filmszenen fotografisch darstellen." Michael und Julia entschieden sich für zwei Filmklassiker: "Frühstück bei Tiffany" und "Blondinen bevorzugt" - "Wir wollten die schwarz-weiße Ästhetik". Ihre Rollenverteilung war von Beginn an klar: "Michael fotografiert, ich bin das Modell", erzählt Julia schmunzelnd. Sie selbst hat sich dafür zurechtgemacht: "Das dauerte eigentlich länger als die eigentlichen Fotoaufnahmen", so Michael. Etwa 30 Fotografien sind entstanden, sechs davon waren beim Schlingel zu sehen, eines hängt nun auch im TCC.

"Insgesamt haben wir hier Bilder aus drei Projekten von Schülern des Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasiums", so Kunstlehrer und Fachberater Kunst Jürgen Pinkert. Neben den Film-Fotos sind dies auch Porträtaufnahmen sowie Bilder, die in Zusammenarbeit mit dem Industriemuseum unter dem Motto "Inspiration Willy Maiwald" entstanden sind. Die meisten Arbeiten hängen ohne Titel in den Fluren des TCC auf der Annaberger Straße: "Ein gutes Bild wirkt ohne Namen", weiß Pinkert. "Die Mitarbeiter der TCC-Firmen und die Besucher sollen sie unvoreingenommen betrachten können." Der jungen Kunst im Haus die Türen geöffnet hat TCC-Chef Jenz Otto: "Ein Kunstwerk und ein junges Unternehmen haben vieles gemeinsam: von der ersten Idee bis zur Umsetzung dauert es manchmal eine ganze Weile", weiß der Geschäftsführer. Zeit bekommt auch die aktuelle Ausstellung: Sie ist für etwa ein halbes Jahr im TCC zu sehen.