Kunstpreis: Max Uhlig wird geehrt

Auszeichnung Kunstpreis war mit 20.000 Euro dotiert

Am Freitag hat die Stiftung zu Ehren von Karl Schmidt-Rottluff Chemnitz den mit 20.000 Euro dotierten gleichnamigen Kunstpreis an den Dresdener Maler und Zeichner Professor Max Uhlig verliehen. Uhlig wurde 1937 in Dresden geboren und studierte an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Seine ersten Ausstellungen hatte er in den 1960er Jahren unter anderem in Berlin, Warschau und Altenburg. "In diese Zeit fallen aber auch mehrere gescheiterte Ausstellungen durch zensorische Eingriffe von Kulturfunktionären der DDR", informiert die Stiftung zu Ehren von Karl Schmidt-Rottluff. Zunächst sei Uhlig ausschließlich als Grafiker bekannt gewesen, der unter anderem mit Carlfriedrich Claus, Dieter Goltzsche, Charlotte E. Pauly und Hans Theo Richter zusammen- und vor allem für sie arbeitete: Seinen Lebensunterhalt verdiente der Künstler bis in die späten 1970er Jahre als Drucker für seine Kollegen und als Lohndrucker für einen Grafikverleger. 1979 erhielt Uhlig den "Lund-Humphrey-Prize" der Sixth British International Printbiennale in Bradford.

Doch bis er in der DDR eine angemessene Anerkennung fand, dauerte es fast noch einmal ein Jahrzehnt: Erst die Verleihung des Käthe-Kollwitz-Preises durch die Akademie der Künste ehrte ihn angemessen. "Zwischen 2013 und 2018 gestaltete Max Uhlig insgesamt sechs Langhaus- und sieben Chorfenster von jeweils zwölf Meter Höhe als epochales Kunstwerk von Zerstörung und Neuanfang", heißt es von der Stiftung weiter. Die Stiftung wurde durch das Unternehmer-Ehepaar Dr. Jürgen und Sonja Oehlschläger initiiert, um den Maler Karl Schmidt-Rottluff in seiner Geburtsstadt Chemnitz zu ehren. Der Kunstpreis wird alle zwei Jahre an eine bedeutende künstlerische Position der Gegenwart vergeben, 2018 zum ersten Mal. Erster Preisträger war der Chemnitzer Maler, Grafiker und Bildhauer Michael Morgner.