Kunstwerke aus Holz

Kultur Schnitzverein lädt zu Adventsausstellung in Folklorehof ein

Noch bis zum 16. Dezember, täglich außer montags, von 14 bis 18 Uhr, präsentiert der Folklorehof seine jährliche Schnitz- und Klöppelausstellung. Sie hat Tradition, denn bereits seit über 80 Jahren wird in Grüna schon geschnitzt - 1931 gründete Kurt Schürer den Verein, bei dem heute um die 60 Mitglieder mitwirken.

"Im Schnitzverein sind aber nicht nur Holzkünstler, sondern auch Drechsler, Maler und Klöpplerinnen vertreten", informiert Wolfgang Leonhardt vom Verein. Er ist seit vier Jahren Mitglied und hat in den Achtzigern mit dem Schnitzen begonnen. "Ich stamme aus Oberwiesenthal, da hat man das Arbeiten am Holz ja quasi in die Wiege gelegt bekommen", erzählt der Ruheständler. Zur diesjährigen Ausstellung im Folklorehof wird Wolfgang Leonhardt ein Prachtstück aus Südtiroler Zirbenkiefer präsentieren. Alle Figuren und Darstellungen der Krippe wurden aus dem gleichen Holz geschnitzt. Mehr als sechs Monate habe er dafür gebraucht. "Das Holz hat eine besonders schöne Färbung und duftet dazu nach Harz", schwärmt er.

Nachdem durch den Beschluss des Chemnitzer Stadtrates der kulturell genutzte Teil des Folklorehofes Grüna an den gemeinnützigen Träger, den Schnitzverein Grüna, im Januar 2008 übertragen wurde, werden alle Veranstaltungen des Vereins mit Unterstützung des Kulturbüros der Stadt Chemnitz und der Förderung aus dem Fonds der kommunalen Kunst- und Kulturförderung ausgerichtet.

"Neben dem Ausrichten von kulturellen Veranstaltungen für die Grünaer Bürger gehört es zu den wichtigsten Aufgaben des Schnitzvereins, das in Grüna beheimatete volkstümliche Holzschnitzen weiter zu pflegen und der Öffentlichkeit zu vermitteln", so Wolfgang Leonhardt. An jedem Donnerstagabend um 18 Uhr treffen sich die Schnitzer und Drechsler des Vereins im Schnitzerhäusl des Folklorehofes, um ihrem Hobby nachzugehen.