Kurse für "Soziale Unternehmer"

Bildung TU Chemnitz bietet Seminare mit dem Thema Social Entrepreneurship an

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TU Chemnitz. Foto: Dirk Hanus/TU Chemnitz

Sozial sein und Unternehmer sein - dass das durchaus zusammengeht, beweisen nicht nur zahlreiche Persönlichkeiten in der Region mit ihrem Engagement. Nachwuchs für die Gattung will jetzt ein Seminarprogramm an der TU Chemnitz schaffen: Die "Impact Challenge" getaufte Reihe beschäftigt sich mit Social Entrepreneurship - der Gründung von Unternehmen, die soziale Probleme lösen.

Wirtschaft muss nicht unsozial sein

"Die Idee ist, dass man den sozialen Einfluss und die unternehmerische Wertschöpfung miteinander kombiniert", erklärt Mario Geißler, Juniorprofessor für Unternehmensgründung an der TU. Chemnitz sei für solche Unternehmen durchaus prädestiniert, glaubt Lutz Mehlhorn, langjähriger Manager beim Henkel-Konzern und inzwischen Business Angel, der den Nachwuchsunternehmern aus der TU vergangene Woche Anregungen gibt.

Er sagt weiter: "Wir haben eine ausgeprägte Industrie, wir haben eine Kreativwirtschaft, die sich langsam etabliert - die Kombination aus Sozialunternehmertum und Innovation ist derzeit aber noch unterrepräsentiert", so Mehlhorn. Der demografische Wandel, der in Chemnitz deutlicher als anderswo sichtbar wird, könnte eine Chance sein, eben solche Unternehmen zu platzieren.

Wie viele Sozialunternehmen aus dem Kurs hervorgehen könnten, darauf wollte sich Juniorprof Geißler noch nicht festlegen: "Wir müssen erst einmal die Sensibilität für dieses Thema schaffen - da stehen wir noch am Anfang", glaubt er. Einige der Kursteilnehmer waren da schon einen Schritt weiter: "Ich könnte mir eine Gründung vorstellen", erklärte einer: "Hier hole ich mir das Know-how dafür."