Länger sitzen am Brühl

Brühl Verschiebung der Nachtruhe um eine Stunde ab 1. August

Ein Viertel mit Kiezcharakter oder doch lieber eine ruhige Gegend - vom Leben am Brühl gab und gibt es geteilte Meinungen. Laut einer Anwohner-Umfrage des Baudezernates hatten sich jedoch rund zwei Drittel der Teilnehmer unter anderem dafür ausgesprochen, den Beginn der Nachtzeit um eine Stunde hinauszuschieben. Laut Stadt soll dies schon ab dem 1. August realisiert werden und die Nachtzeit im Brühl-Quartier erst ab 23 Uhr gelten.

Schutzbedarf der Anwohner ist zu berücksichtigen

Den Brühl zu einem lebendigen, zentrumsnahen Quartier mit einem Universitätsviertel rund um die Alte Aktienspinnerei als Zentralbibliothek der TU Chemnitz aufzuwerten, gehört zu den Schwerpunkten der städtebaulichen Planung. "Die angestrebte und vielerorts auch schon sichtbare Nutzungsvielfalt bringt jedoch naturgemäß Interessenskonflikte, vor allem zu Lärm, mit sich. Insbesondere die Gastronomie ist verbunden mit einem erhöhten Geräuschpegel", teilt die Stadtverwaltung mit.

Brühlbelebung unterstützen

"Die für die Nachtruhe geltenden zeitlichen Beschränkungen gestatten zwar das Nebeneinander von Wohnen und Gastronomie, sie führen jedoch auch zu Einschränkungen für die Gaststättenbetreiber und somit zu Attraktivitätsverlusten für die Besucher. Gerade beim Betrieb von Freisitzflächen, die an warmen Sommerabenden zum Verweilen einladen, sind jedoch oftmals Öffnungszeiten länger als 22 Uhr erwünscht." Um dem Hauptanliegen der Brühlbelebung zu entsprechen, aber auch den Schutzbedarf der Anwohner zu berücksichtigen, könne die Nachtzeit bis zu einer Stunde hinausgeschoben werden. Dies erlaubt die Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm, soweit dies wegen der besonderen örtlichen Verhältnisse erforderlich sei.