Langfinger nutzen die längeren Nächte

Sicherheit Polizei erhöht ihre Präsenz

langfinger-nutzen-die-laengeren-naechte
Foto: Maica/Getty Images

Polizeipräsident Uwe Reißmann erhöht in einigen Chemnitzer Stadtteilen die dortige Polizeipräsenz. Grund: Die Tage werden kürzer, die Zahl der Einbrüche steigt. Seit dem Beginn der dunklen Jahreszeit muss die Polizeidirektion Chemnitz eine Häufung von besonders schweren Diebstählen, vor allem in Einfamilienhäusern und Wohnungen, im Chemnitzer Stadtgebiet feststellen. Fast 60 Einbrüche wurden seit September bekannt.

Bestimmte Stadtteile besonders gefährdet

Wie die Polizeidirektion mitteilt, gehören insbesondere die Stadtteile Borna-Heinersdorf, Furth, Adelsberg, Röhrsdorf, Schönau und Markersdorf zu den örtlichen Schwerpunkten. "Die Einbrecher schlugen bei Abwesenheit der Bewohner sowohl mit Einsetzen der Dunkelheit als auch in den Nachmittagsstunden zu, ohne dass es irgendjemand im näheren Umfeld der Tatorte mitbekam." Aufgrund dieser Entwicklung soll in den Brennpunktgebieten die Polizeipräsenz nun erhöht werden.

Zusammenhänge erkennen

Dafür werden unter anderem auch Einsatzkräfte der Sächsischen Bereitschaftspolizei hinzugezogen, um die Erhöhung der Streifentätigkeit am Tag und in der Nacht zu gewährleisten. Zudem sollen derartige Einbrüche konzentriert beim zuständigen Fachkommissariat der Kriminalpolizeiinspektion bearbeitet und detailliert ausgewertet werden. Damit sei es möglich, Zusammenhänge zwischen den Taten schnell zu erkennen und darauf unter Ausschöpfung aller rechtlichen Möglichkeiten entsprechend zu reagieren.

Tipps für Bürger

Bürgern rät die Polizei unter anderem, Fenster sowie Balkon- und Terrassentüren selbst bei kurzer Abwesenheit zu verschließen. Haustüren sind immer zweifach zu verriegeln. Zudem empfiehlt sich Nachbarschaftshilfe dahingehend, dass bei Abwesenheit gegenseitig auf Grundstücke und Häuser geachtet wird. Bei längerer Abwesenheit sollte darauf geachtet werden, dass Eigenheime von außen bewohnt aussehen. Das heißt, es sollten Freunde oder Verwandte damit beauftragt werden, regelmäßig den Briefkasten zu leeren. Zu unregelmäßigen Zeiten sollten dann auch Rollläden, Vorhänge, Beleuchtung, Radio oder Fernseher betätigt werden. Wer etwas Verdächtiges beobachtet, sollte lieber einmal mehr der polizeiliche Notruf 110 wählen.