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Leben statt nur überleben

Wirtschaft Situation freischaffender Künstler soll besser werden

Die sächsische Kultur- und Kreativwirtschaft ist mit mehr als 70.900 Erwerbstätigen ein wichtiger Arbeitgeber in Sachsen. Die neue Regierungskoalition aus CDU, Grünen und SPD misst im Koalitionsvertrag nun der Verbesserung der sozialen Verhältnisse von freiberuflichen Künstlern eine wichtige Bedeutung bei. Zuvor hatte es einen Workshop mit Vertretern aller Landeskulturverbände und der Koordinierungsstelle Kreatives Sachsen gegeben, bei dem konkrete Maßnahmen zur Verbesserung besprochen wurden. Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig: "Wer sich dafür entscheidet, von seinem künstlerischen Schaffen zu leben, bewegt sich häufig - zumindest zeitweise - im Niedriglohnsektor und muss auch bei der Existenzsicherung kreative Wege suchen. Das muss sich in Zukunft ändern."

Künstler sollen sich vor allem im ländlichen Raum trauen

Die sächsischen Kultur- und Kreativschaffenden seien wichtige Impulsgeber in urbanen und vor allem auch in den ländlichen Räumen. "Sie tragen in hohem Maße zu regionaler Identitätsstiftung bei." Dass sich die neue Landesregierung verstärkt um dieses Thema kümmern will, freut auch Kunstministerin Eva-Maria Stange: "Die Schlüsselworte sind bekannt: Ausstellungsvergütung, Honoraruntergrenze, Atelierunterstützung oder auch Hilfe bei der Sozialversicherung. Nicht alles lässt sich in Länderhoheit regeln, aber ich bin sicher, dass die nächsten Schritte getan werden, damit die für unsere Gesellschaft so wichtigen Künstler von der Kunst gut leben können."