Lebenslang für kaltblütigen Mord

Verhandlung 89-Jähriger wird am Landgericht Chemnitz verurteilt

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Nach der Urteilsverkündung am Dienstag am Landgericht Chemnitz. Foto: Haertelpress

Am Landgericht Chemnitz wurde gestern ein 89-Jähriger Mann wegen Mordes verurteilt. Am 22. März letzten Jahres soll er seine 30 Jahre jüngere, ehemalige Lebensgefährtin getötet haben.

Als sie mit ihrem Moped auf der Hausdorfer Strasse in Frankenberg von einer Chorprobe nach Hause fuhr, habe er sie mit seinem Mercedes von hinten umgefahren und noch eine Strecke mitgeschleift. Anschließend soll er sich vom Tatort entfernt haben. Die Frau erlag am nächsten Tag im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen.

Das Gericht befand ihn dieser Tat für schuldig. Das Urteil: lebenslange Haft. Die zuständige Richterin begründete ihre Entscheidung mit der besonders heimtückischen Weise, mit der der Mann seine Tat geplant und umgesetzt hatte, so die "Freie Presse". Eine Tötungsabsicht bestritt der Verurteilte bis zuletzt.

Nach Auskunft der Sprecherin des Landgerichts Marika Lang ist der Schuldspruch noch nicht rechtskräftig.