Leichter Fliegen mit 3D-Druck

Fortschritt Forscher der TU Chemnitz entwickeln neue Methode

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Ausgerüsteter Spoiler-Aktuator für Airbus A380. Grafik: Liebherr-Aerospace

Die Chemnitzer Forscher der Technischen Universität Chemnitz haben im Auftrag von Airbus und Liebherr-Aerospace Lindenberg eine neue Methode entwickelt, um einen leichteren und stabileren Hochdruckventielblock zu erschaffen. Einen solchen Block haben sie nun im 3D-Druckverfahren herstellen können. Erstmals wird der gedruckte Hochdruckventilblock in einer Flugerprobung in einem A380 eingesetzt.

"Wir leisten mit diesem Verfahren einen erheblichen Beitrag zur Ressourcenschonung. Nicht nur bei der Fertigung, sondern auch im Flugbetrieb durch verminderten Treibstoffverbrauch", ordnet Lothar Kroll die Ergebnisse ein.

Der Hochdruckventilblock ist ein sicherheitsrelevantes Hydraulik-Bauteil und Teil des Spoiler-Aktuators für die primäre Flugsteuerung an den Flügeloberflächen.

Leichter, ressourceneffizienter, umweltschonender

"Gerade die Ermüdungseigenschaften des additiv erzeugten Werkstoffs unterscheiden sich erheblich vom konventionellen Schmiedematerial. Hier haben wir zusammen die Gestaltungsvorteile der neuen Technologie effizient genutzt, um insbesondere versagenskritische Bereiche zu optimieren. Das Potenzial des 3D-Druckens ist mit einer realisierten Gewichtseinsparung von 35 Prozent jedoch noch lange nicht erschöpft", sagt Frank Schubert, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung.