Leistungsdruck bringt Menschen um den Schlaf

Wer im Beruf Vollgas gibt, sieht sich häufig mit einer Menge Stress konfrontiert. Dieser führt nicht selten zu Problemen wie Schlaflosigkeit. Dagegen sollten Betroffene schnellstmöglich etwas unternehmen, um gesundheitliche Gefährdungen zu minimieren. Vor allem durch das Ausschalten seelischer Belastungen und die Einrichtung einer perfekten Schlafumgebung lässt sich gegen Schlafstörungen vorgehen. Es gibt einige typische Merkmale, an denen man eine Schlafstörung erkennt. Diese sollten schnellstmöglich angegangen werden, da Vorsorge immer besser als Heilung ist.

Gesundheitliche Risiken durch Stress und Schlaflosigkeit

Stress und Hektik haben teils massive Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit. So ist der heutige Arbeitsstress für den Körper oftmals mit lebensbedrohlichen Situationen in der Urzeit gleichzusetzen. Damals hatten die Menschen die Möglichkeit, zu kämpfen oder zu fliehen. Dieser Urinstinkt ist noch heute vorhanden und führt dazu, dass der Körper Adrenalin ausschüttet, um sich auf diese beiden Aufgaben vorzubereiten. Das bedeutet allerdings auch, dass das parasympathische Nervensystem heruntergeschraubt wird und nicht mehr für Ruhephasen und Erholung des Organismus sorgen kann. Das zeigt sich beispielsweise an Schlafstörungen beziehungsweise einem unruhigen und unterbrochenen Schlaf.

Stress hat teilweise erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit. So sind Menschen, die einer hohen Arbeitsbelastung ausgesetzt sind, deutlich stärker gefährdet, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden. Mit der Zeit verlernt der Körper sogar, zu entspannen. Wenn sich Betroffene hinlegen, bekommen sie in der Nacht Atembeschwerden, verspüren ein Kribbeln in den Beinen oder müssen häufig auf die Toilette. Um all diesen Problemen vorzubeugen, sollte frühestmöglich etwas gegen Stress und Schlafstörungen unternommen werden. Denn ein gesunder Schlaf fördert das Immunsystem und ist somit eine wichtige Voraussetzung für ein langes und gesundes Leben.

Typische Merkmale einer Schlafstörung

Eine Schlafstörung zeigt sich insbesondere an vier typischen Merkmalen. Diese können parallel oder auch einzeln auftreten. Ein häufiges Problem ist es, dass Betroffene abends nicht einschlafen können. Gerade wer im Beruf oder im Studium stark eingespannt ist, nimmt die Arbeit häufig im Geiste mit nach Hause. Vor dem Einschlafen wälzen die Betroffenen dann noch Gedanken über die Arbeit, machen sich Sorgen über Deadlines oder bekommen eine schwierige Aufgabe einfach nicht aus dem Kopf. Das führt wiederum dazu, dass sie nachts immer wieder aufwachen. Einige müssen besonders häufig auf die Toilette, andere finden einfach nicht in den Tiefschlaf und werden von kleinen Störungen jedes Mal wieder geweckt.

Ebenfalls typisch für eine Schlafstörung ist, dass die Betroffenen morgens viel zu früh aufwachen. Eigentlich könnten sie noch eine Weile schlafen, doch der Körper empfindet eine solche innere Unruhe, dass er aufwacht. Häufig versuchen Menschen mit einer Schlafstörung dann gar nicht erst, wieder einzuschlafen, sondern stürzen sich direkt in den Tag und versuchen sich durch Arbeit abzulenken. Nicht zuletzt ist ein typisches Merkmal, dass während des Schlafs keine Erholung gefunden wird. Das bedeutet, dass die Betroffenen morgens genauso müde aufwachen wie sie eingeschlafen sind.

Seelische Belastungen eliminieren

Seelische Störungen haben häufig physische Konsequenzen. So kann eine stressige Situation leicht dazu führen, dass Betroffene Verdauungsschwierigkeiten bekommen oder eben unter einer dauerhaften Schlafstörung leiden. Wer zum Beispiel Ärger mit einem Vorgesetzten hat oder sich mit einem Kollegen regelmäßig streitet, fühlt sich auch in der Freizeit innerlich angespannt, weil das Problem nicht gelöst werden konnte. Vor dem Einschlafen kommen solche negativen Gefühle besonders leicht hoch und die Erinnerung an unangenehme Situationen erschwert das Einschlafen.

Wer viel Stress an der Arbeit hat, sollte sich darum bemühen, diesen auch dort zu lassen. Zu Hause sollten Inseln der Ruhe geschaffen werden, auf denen man entspannt und neue Kräfte tankt. Das bedeutet unter anderem, nicht vor dem Einschlafen noch die Geschäfts-E-Mails zu lesen, an einer Videokonferenz teilzunehmen oder Pläne für den kommenden Arbeitstag zu entwerfen. Wer sich vor dem Einschlafen bewusst Ruhe gönnt und nicht auf seine Arbeitsgeräte schaut, hat bessere Chancen, eine Schlafstörung zu überwinden.

Auf die richtige Schlafumgebung kommt es an

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Für einen gesunden Schlaf spielt eine geeignete Schlafumgebung eine wichtige Rolle.

Um Entspannung beim Schlafen zu finden, ist es wichtig, die Schlafumgebung möglichst angenehm zu gestalten. Das bedeutet, den Raum so abzudunkeln, dass man gut einschlafen kann. Außerdem sollte der Raum gut gelüftet sein und eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40%-60% aufweisen. Für den Schlaf ist es förderlich, eine Matratze zu wählen, die an die eigenen körperlichen Gegebenheiten angepasst ist und durch verschiedene Zonen den Körper optimal stützt.

Es ist dringend davon abzuraten, einfach auf dem Sofa oder in einem Sessel einzuschlafen, wenn man müde ist. Natürlich ist es schön, leicht einschlafen zu können, doch langfristig ergeben sich daraus Nachteile für die Gesundheit. Vor allem Rückenschmerzen sind gängig, da weder die Couch noch der Sessel den Rücken so gut stützen wie die Matratze in einem Bett. Das gilt nicht zuletzt für Geschäftsreisen. Hier sollten Unterkünfte gewählt werden, die einen gewissen Schlafkomfort bieten und dafür sorgen, dass man gesund und entspannt durch die Nacht kommt.

Vorsorge ist immer besser als Heilung

Wer Anzeichen einer Schlafstörung bei sich bemerkt, sollte frühzeitig etwas dagegen unternehmen. Denn solange der Organismus noch einen gewissen Schlafrhythmus hat und weiß, wie er zur Ruhe kommen und neue Kräfte tanken kann, lassen sich solche Probleme noch ohne großen Aufwand in den Griff bekommen. Wenn erst einmal Krankheitssymptome aufgetreten sind, ist es häufig deutlich schwerer, gegen eine Schlafstörung vorzugehen oder die Krankheiten zu besiegen.

Deswegen sollten sich gerade Leistungsmenschen bewusst Zeitfenster in ihrem Terminkalender freihalten, in denen sie zur Ruhe kommen und sich entspannen. Vor dem Einschlafen sind beispielsweise Yoga oder Meditationsübungen gut geeignet, um gegen eine Schlafstörung vorzugehen. Wer auf solche Stresslöser setzt, reduziert die Gefahr einer Schlafstörungen und unterstützt seine Gesundheit aktiv.