Leopardin verletzt Pfleger

Unfall Mann erleidet Bissverletzungen

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Foto: Harry Haertel

Ein Raubtierpfleger ist im Chemnitzer Tierpark Freitagmorgen im Außengehege der Leopardenanlage von einem Tier angefallen und verletzt worden.

Der 56-jährige erfahrene Mitarbeiter, der seit 29 Jahren im Raubtierrevier arbeitet, erlitt Verletzungen im Gesicht und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Eine Auszubildende im dritten Lehrjahr, die in der Nähe des Unfallortes war, erlitt einen Schock und wurde ebenfalls ärztlich behandelt. Bei der Leopardin mit dem Namen Kleopatra handelt es sich um das gleiche Tier, das vor elf Jahren eine Tierpflegerin, die noch in der Ausbildung war, angegriffen und tödlich verletzt hatte.

Bürgermeister Miko Runkel verwies Freitagmittag bei einem Pressegespräch auf zusätzliche mechanische Sicherungen, die damals installiert wurden. Mensch und Tier trafen am Freitagmorgen an einer Stelle, wo sie nicht gemeinsam sein durften, zusammen, erklärte Runkel. Angaben, wie es zu dem Unfall kam, konnte er zu dem Zeitpunkt noch nicht machen. Er verwies auf die Untersuchungen durch Beamte der Kriminalpolizei und Mitarbeiter der Landesdirektion Sachsen, Bereich Arbeitsschutz.

Kleopatra ist derzeit der einzige Leopard im Chemnitzer Tierpark. Mit 19 Jahren ist die Leopardin schon sehr betagt. Was passiert jetzt mit ihr? Ein Wirbeltier kann man nicht einfach töten, da macht man sich strafbar", sagte Runkel. Der Unfall passierte, weil das Tier seinem natürlich Jagdtrieb folgte. Damit zeigte es ein ganz normales Raubtierverhalten, gab er zu bedenken.

Freitagnachmittag hatte der Tierpark wieder geöffnet.