Ludwig erwartet Entscheidung

Industriekultur OB wünscht sich Klarheit in punkto Landesausstellung

Im Zweckverband Sächsisches Industriemuseum gibt es eine Änderung an der Spitze. Neue Vorsitzende des Verbands, der Träger für das Industriemuseum Chemnitz, das Textilmuseum Crimmitschau, die Zinngrube Ehrenfriedersdorf sowie die Energiefabrik Knappenrode ist, ist seit dem gestrigen Dienstag die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig: "Die Stadt Chemnitz hat mit dem Industriemuseum das Leitmuseum des Verbands, der Verbandssitz ist in Chemnitz", erläuterte sie die Übernahme des Postens. Die Position hatte der Crimmitschauer Bürgermeister Holm Günther abgegeben: Da die Stadt Crimmitschau bei der Finanzierung des dort beheimateten Westsächsischen Textilmuseums sowie ihren finanziellen Beiträgen zum Zweckverband Abstriche machen müsse, sei sein Verbleib an der Verbandsspitze nicht sinnvoll. Günther ist künftig stellvertretender Vorsitzender. Ludwig betonte gegenüber Journalisten die Bedeutung von Industrie und Industriekultur für die Stadt und die Region. Sie gehe auch nach wie vor davon aus, dass die nächste sächsische Landesausstellung diesem Thema gewidmet werde: "Wir hoffen, dass die Landesregierung Anfang nächsten Jahres darüber entscheidet." Für eine Landesausstellung zum Thema Industriekultur hatte der Zweckverband ein dezentrales Konzept vorgeschlagen, das die im Verband vereinigten Indus-triemuseen und -denkmäler integriert. Zu einer Erweiterung des Chemnitzer Industriemuseums durch einen Anbau - etwa für eine angemessene Präsentation der umfangreichen DKW-Sammlung - wollte sich die Oberbürgermeisterin nicht äußern. Dieser schwebt Museumsdirektorin An-drea Riedel vor. Ludwig dazu: "Das ist heute kein Thema."