• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Lutz Wienhold traf im Turiner Nebel

Portrait FCK bot Juventus großen Kampf

Lutz Wienhold hat in seiner Laufbahn reichlich 320 Spiele für den FC Karl-Marx-Stadt bzw. den Chemnitzer FC absolviert und dabei auch so manches Tor erzielt. Doch noch heute wird er immer wieder ganz speziell auf eine Kiste angesprochen, die er am 22. November 1989 im Stadio Comunale in Turin gemacht hat. Dort brachte er den FCK in der 70. Minute 1:0 in Führung. "Das war neben dem Gesamterlebnis, in dem Stadion spielen zu können, natürlich ein weiteres Highlight. Der Pass kam von Rico Steinmann", sagt Wienhold. Ihm sei es dann in dieser Situation gelungen, sich gegen zwei Abwehrspieler durchzusetzen und den Ball über den herausstürzenden Torwart in den Kasten zu befördern. Allerdings hatte er bei der ganzen Aktion gar nicht den richtigen Durchblick. Das hatte aber nichts mit dem mangelnden sportlichen Fähigkeiten, sondern mit dichtem Nebel zu tun. "Der herrschte fast das gesamte Spiel über. Ich glaube nicht, dass die Zuschauer viel vom Spielablauf gesehen haben", so der Ex- Kicker.

Sicht bis über die Mittellinie

Der belgische Schiedsrichter Goethals sah unterdessen keinen Grund abzubrechen. "Ein Spielabbruch stand für mich nie zur Debatte, weil ich stets guten Sichtkontakt zu beiden Linienrichtern hatte", teilte er damals den Pressevertretern mit. Aber auch der damalige FCK-Kapitän Detlef Müller sah die Turiner Nebelwände relativ entspannt. "Auf dem Spielfeld war es nicht ganz so schlimm, wir konnten immerhin über die Mittellinie hinaus sehen", sagte er damals in einem Fernsehinterview. Am Ende gewann Turin noch 2:1.

"Das war schon eine abgezockte Truppe und wir der Außenseiter. Dennoch sind wir nicht vor Ehrfurcht vor ihnen niedergekniet und konnten mit dem Resultat nach einer ersten Enttäuschung eigentlich zufrieden sein", blickt Lutz Wienhold zurück.

BLICK beleuchtet in einer Sonderserie zwei Highlights in der Vereinshistorie des FC Karl-Marx-Stadt/Chemnitzer FC. Lesen Sie morgen im fünften Teil, wieso Torsten Bittermann eines der Europapokalspiele am heimischen TV verfolgen musste.



Prospekte