Medienprojekte vor dem Aus

Finanzen Stadt plant Personalkürzungen - Zwei Einrichtungen sind betroffen

Die Angst geht um im "Regenbogenhaus". Die Einrichtung in Wittgensdorf, die zum Kinder- und Jugendschutzverein "Regenbogenbus" gehört, ist derzeit akut vom Rotstift bedroht. Wegen des Sparzwangs im Zuge des Konsolidierungskonzeptes will die Stadt dem Verein eine Stelle im Bereich Medienpädagogik streichen - so geht es aus der Vorlage hervor, über die der Jugendhilfeausschuss am 27. November entscheiden soll. Die Auswirkungen wären gravierend. "Das wäre das klare Aus für unseren Bereich Medienarbeit", sagt Projektleiter Thomas Uhlig, der die Reduzierung von Bildungschancen fürchtet. "Bei uns lernen Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis 15 Jahren, wie man neue Medien wie das Internet verantwortungsvoll nutzt und Gefahren aus dem Weg geht" sagt er. Auch den Umgang mit anderen Medien wie Fotografie und Film würden die Besucher lernen, inklusive der Vermittlung rechtlichen Grundwissens.

Das Angebot ist nicht das einzige im medienpädagogischen Bereich in Chemnitz, bei dem die Stadt kürzen will. Auch das Projekt Airplay des Radiosenders Radio T soll nicht mehr gefördert werden. Es gebe Alternativen, heißt es aus der Stadtverwaltung. Sender-Chef Jörg Braune sieht das freilich anders. "Das Projekt ist eine wichtige Plattform, da hier Kinder und Jugendliche die Möglichkeit haben, eigene Beiträge zu erstellen, die dann auch gesendet werden", so Braune. Ob bis zur Abstimmung im Ausschuss noch Protestaktionen gegen die Kürzungen geplant sind und wie diese aussehen könnten, stand bis Redaktionsschluss am Montagabend nicht fest.