Mehr Einbrüche, dafür weniger Diebstähle

Kriminalstatistik Rückgang der Straftaten 2018 um 6,7 Prozent

Insgesamt 23.744 Straftaten registrierte die Polizeidirektion Chemnitz vergangenes Jahr im gesamten Stadtgebiet. Dennoch sei die Anzahl der Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 6,7 Prozent - rund 1.700 Delikte - zurückgegangen, informierte diese Woche Polizeipräsidentin Sonja Penzel. "Der Rückgang betrifft nahezu alle Deliktsbereiche. Punktuell weist die Statistik jedoch auch Anstiege aus. Insbesondere die deutlichen Anstiege bei Wohnungseinbrüchen und der Rauschgiftkriminalität wirken sich negativ auf das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung aus." Die Fallzahlen im Bereich der Wohnungseinbrüche stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 222 Fälle auf nun 542 Fälle an. Bei 293 Straftaten davon handelte es sich um Einbrüche am Tag. Vor allem die Stadtteile Kaßberg, Sonnenberg und Zentrum waren begehrte Einbruchsziele. Sonja Penzel: "Dieses Deliktsfeld ist und bleibt ein Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit. Neben Tätern aus der Region sind hier aber immer wieder überregional agierende Tätergruppen aktiv." Die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen im Chemnitzer Stadtgebiet lag lediglich bei 18,8 Prozent. Dagegen habe es deutlich weniger Diebstähle sowie Vermögens- und Fälschungsdelikte gegeben.

Die Aufklärungsquote betrug 58 Prozent

Pro 100.000 Einwohner gab es laut Statistik 9.619 Straftaten, insgesamt 13.774 Fälle konnten aufgeklärt werden. Die Aufklärungsquote betrug damit 58 Prozent.

Insgesamt wurden im Bereich der Stadt Chemnitz 8.983 Tatverdächtige ermittelt. Dabei handelte es sich um 5.223 deutsche und 3.760 nichtdeutsche Tatverdächtige. Fast die Hälfte der nichtdeutschen Tatverdächtigen verstieß gegen Bestimmungen des Aufenthalts-, Asyl- und Freizügigkeitsgesetzes. In diesem Bereich betrug die Aufklärungsquote 99,5 Prozent.