Mehr Fahrgäste, zu wenig Personal

Nahverkehr CVAG kehrt vorerst zum Normalbetrieb zurück

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Die Fahrtenausfälle der letzten Wochen betrafen vor allem Linien im Zehn-Minuten-Takt. Foto: Andreas Seidel

Die Anzahl der Fahrgäste steigt, doch die Freude bei der Chemnitzer Verkehrs AG hält sich in Grenzen. Das Nahverkehrsunternehmen hatte in den vergangenen Wochen nämlich immer wieder mit Fahrtausfällen zu kämpfen. Bis vergangene Woche Freitag trat deshalb ein Übergangsfahrplan in Kraft, der bereits dem veröffentlichten Fahrplan der Sommerferien 2019 entsprach. Grund für die Fahrplanabweichungen waren jedoch nicht die Winterferien, sondern überdurchschnittliche Steigerungsraten beim Krankenstand auf teilweise 18 Prozent. Betroffen waren vor allem Bus- und Bahnlinien, die Haltestellen im Zehn-Minuten-Takt bedienen.

 

Die Linien 1 und 2 fahren nun eine verkürzte Route durchs Zentrum

 

Seit Montag fahren die Linien wieder im regulären Betrieb. Dafür bewältigen die Straßenbahnlinien 1 und 2 nicht mehr die Innenstadtrunde über die Brückenstraße, sondern nur noch über die Zentralhaltestelle. Damit spart die CVAG einen Zug und bis zu fünf Fahrer ein. Zudem wurden Fahrten der Stadtbuslinien 46 und 96 an Subunternehmer vergeben. Insgesamt liegt der Anteil der an Subunternehmer nun bei etwa 14 Prozent. Dabei habe man mit der Leistungssteigerung des Netzes 2017+ bereits frühzeitig eine Personaloffensive angeschoben. So sei die Anzahl der CVAG-Beschäftigten im Fahrdienst in den vergangenen beiden Jahren gestiegen.

Insgesamt gab es 144 Neueinstellungen. Doch mit altersbedingten Abgängen und internen Wechseln liegt die gegenwärtige Unterdeckung immer noch bei 14 Personalen. Der Bedarf wird in den kommenden Jahren wohl nicht weniger werden, denn die Bilanz für 2018 zeigt einen positiven Trend: Demnach verzeichnete die CVAG im vergangenen Jahr einen leichten Anstieg der beförderten Personen auf 33 Millionen Fahrgäste. Im Jahr 2017 lag die Zahl noch bei 32,8 Millionen.