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Mehr Geld für Kinder-Tagespflege

Stadtrat Überarbeitung der Kostenkalkulation und Rückerstattung der Kita-Gebühren

Tagesmuttis und -papas in Chemnitz könnten ab 1. Juli rückwirkend höhere Leistungen von der Stadt erhalten. Denn das Verwaltungsgericht Leipzig entschied mit seinem Urteil vom 12. Juni 2014 die Vergütung von Kindertagespflegepersonen zu überprüfen. Mit einer entsprechenden Vorlage will der Stadtrat am Mittwoch darüber entscheiden. Die sogenannten laufenden Geldleistungen, welche die Stadt den selbständig tätigen Tagespflegepersonen zahlt, sollen Kosten für Wohnraum und die Anerkennung von Förderleistungen abdecken. Philipp Rochold, Bürgermeister für Soziales und Jugend, erklärt auf Nachfrage, dass die Leistungen für Tagesmuttis und -papas aber immer noch unter denen von Kita-Beschäftigten liegen würden. "Die Ausbildungsanforderungen der Tagespflegepersonen sind geringer als die von Kindergartenbeschäftigten. In diesem Jahr gibt Chemnitz, inklusive geplanter Mehrkosten, 2,6 Millionen Euro für die Tagesbetreuung aus. Für die nächsten Jahre wird ein Mehrbedarf von rund 650.000 Euro angegeben.

Rückerstattung

der Kita-Gebühren

Außerdem soll im nächsten Stadtrat am Mittwoch darüber entschieden werden, ob die Stadt Chemnitz als freiwillige Leistung, die gezahlten Kita-Gebühren zurückerstattet, wenn Eltern aufgrund des Streiks, vor allem im vergangenen Mai, kein Betreuungsangebot gemacht werden konnte. Für Eltern, die an acht Tagen ihre Kinder zu Hause betreuten, gäbe es ab kommenden Donnerstag die Möglichkeit, einen Antrag bei der Stadt zu stellen und ihre gezahlten Gebühren anteilig zurückzufordern. Dazu haben sie sechs Wochen Zeit. Würden alle betroffenen Eltern diesen Antrag stellen, müsste die Stadt eine Summe von rund 167.500 Euro zurückzahlen. 



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