Mehr Geld für Asyl-Unterkünfte

Zuweisung GGG saniert vier Objekte

Chemnitz erhält für dieses Jahr rund 1,2 Millionen Euro für Investitionen zur Bereitstellung von Unterkünften von Asyl suchenden Menschen. Die städtische Grundstücks- und Gebäudewirtschafts-Gesellschaft mbH (GGG) will mit dem Geld 2016/2017 insgesamt 39 Wohnungen herrichten. Wenn man pro Wohnung von einer Belegung mit vier Personen ausgeht, kann die Stadt insgesamt knapp 160 Asylbewerbern eine Unterkunft anbieten. GGG-Pressesprecher Erik Escher weiß nicht, wer in die Wohnungen einziehen wird, sagt aber: "Unser Wunsch ist es, in den Wohnungen Familien unterzubringen." Die ersten zu sanierenden Objekte liegen im Reitbahnviertel/Innenstadt. In der Apollostraße 12 und Karl-Immermann-Straße 28 stehen 3-4-Raum-Wohnungen bereit, welche "familienfreundliche Grundrisse erhalten sollen", wie GGG-Geschäftsführerin Simone Kalew versichert. Kalew betont des Weiteren, dass im Reitbahnviertel viele Studenten, auch aus dem Ausland, wohnen und sich deshalb die Asyl-Unterkünfte gut in den Standort und das Wohnumfeld einfügen. Während das Haus in der Karl-Immermann-Straße leer steht, müssen in der Apollostraße 12 für die komplexe Sanierung drei Mieter weichen. Ihnen soll, so Kalew, nach der Fertigstellung angeboten werden, an ihren vorigen Wohnstandort zurückzuziehen. Das würde eine Ausnahme darstellen, weil die Wohnungen im Grunde für Asylbewerber reserviert sind. Eine Komplettsanierung ist für die Gebäude in der Zietenstraße 20 und der Sonnenstraße 74, mit 2-3-Raum-Wohnungen, geplant. Die Fertigstellung ist hier für 2017 vorgesehen.

Pro Objekt plant die GGG Sanierungskosten von rund 600.000 Euro ein. Mit einer Investitionspauschale des Landes in gleicher Höhe für 2016 wären damit alle Kosten gedeckt. "Für 2016 wird eine ähnliche Summe erwartet. Das weiß aber keiner so genau", sagt Baubürgermeister Michael Stötzer dazu.