Mehr Musik in den Kirchen

Menschen Fusionierte Segenskirchgemeinde hat einen neuen Pfarrer

Chemnitz. 

Chemnitz. Nach elf Jahren in Lampertswalde an der Grenze zu Brandenburg ist jetzt Chemnitz die neue Heimat von Pfarrer Markus Gnaudschun. Der 48-Jährige leitet nun die evangelisch-lutherische Segenskirchgemeinde, die Anfang des Jahres aus der Fusion der Gemeinden Borna, Glösa und Ebersdorf entstand. Vor Kurzem bezog er mit seiner Frau Christiane seine Wohnung am Kirchberg 2 in Glösa - im ältesten Wohnhaus der Stadt. Das Gebäude wurde etwa 1520 errichtet und war die Wohnstätte des vorletzten Abtes des Chemnitzer Benediktinerklosters Heinrich von Schleinitz. "Ich bin spirituell veranlagt und frage mich schon hin und wieder, ob der Abt auch mal vorbeischaut", sagt Gnaudschun mit einem Lächeln auf den Lippen.

Liebe zur Musik

Die Chemnitzer Gemeinden hätten den gebürtigen Dresdner herzlich willkommen geheißen, sagt er. "Es war eine reine Freude", so Markus Gnaudschun. Die Gemeinde habe er bisher als sehr vielseitig durch unterschiedlichste Frömmigkeitsstile kennengelernt. Bis Herbst will der neue Pfarrer die Gemeinden und Kreise genau studieren und mit den Mitgliedern ins Gespräch kommen. Einbringen will er künftig in jedem Fall seine Liebe zur Musik - Gnaudschun hat bereits als Jugendlicher schon säkulare Tanzmusik gemacht, spielt Cello und leitete ein Lobpreisten. "Ich will das Thema Anbetungsmusik weiter voranbringen", kündigt er an. Dabei schwebt ihm ein Mix aus sämtlichen Musikstilen, von Pop und Rock über Gospel und Klassik bis hin zu Chormusik, vor.