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Mehr Sonne für Chemnitz

Pflanzaktion Weinhändler Jens Schliwa startet blumige Stadtverschönerung

Jens Schliwa will Sonnenkönig von Chemnitz werden. Besser: Sonnenblumenkönig. Zum dritten Mal in Folge verteilt er seit Frühjahrsbeginn Tütchen mit Blumensamen. Mehr als 1.600 brachte er in den vergangenen Wochen unter die Leute. "Kindergartengruppen, Schulklassen, vom Studenten bis zum Senioren haben sich viele Leute Samen abgeholt", freut sich Jens Schliwa über reißenden Absatz der Sonnenblumenkerne. "Jetzt im Mai ist Pflanzzeit!"

Die Idee für ein sonnenblumengelbes Chemnitz kam Schliwa bei einem Gang über den Sonnenberg. An der Zietenstraße sah er auf einer Verkehrsinsel eine einsame Blume ihr gelb-schwarzes Köpfchen gen Sonne richten. "Ein paar Tage später war sie abgebrochen worden", so Schliwa. "Da beschloss ich mit einigen Studenten der hiesigen TU viele, viele neue zu pflanzen." Leider erleiden jedoch noch immer viele der Sonnenblumen das Sensen-Schicksal. "Vergangenes Jahr pflanzte ich entlang der Weststraße jede Menge Blumen. Als sie halbhoch gewachsen waren, wurden sie weggemäht", erinnert sich Schliwa. Er bittet diesmal vor allem die Dienstleister der Wohnungsgenossenschaften, auf die Sonnenblumen zu achten. "Wir haben nichts dagegen, wenn Leute Blumen pflanzen. Ganz im Gegenteil", sagt Daniel Pfaff, Sprecher der Chemnitzer Allgemeinen Wohnungsgenossenschaft CAWG. "Wir würden nur gern wissen, wenn jemand größere Anpflanzungen auf unseren Grundstücken plant." Ähnlich sieht es auch Erik Escher, Sprecher der Grundstücks- und Gebäudewirtschaftsgesellschaft GGG. "Es gibt einige Mieter, die ihre Vorgärten pflegen. Das ist in Absprache mit uns eine wunderbare Sache."

Schliwa hofft nun auf fleißige Helfer. Mehr als 400 Samenbeutelchen liegen in seiner Weinhandlung am Sporthochhaus noch bereit.