Mehrere Auseinandersetzungen am Chemnitzer Hauptbahnhof

Bundespolizei mehrfach im Einsatz – Angriffe auf Beamte, Zugpersonal und Passanten

Chemnitz

Mehrere Auseinandersetzungen haben am gestrigen Tag die Einsatzkräfte der Bundespolizei im Bereich des Chemnitzer Hauptbahnhofs beschäftigt.

Angriff auf Bundespolizisten am Morgen

Zunächst wurde am Morgen gegen 06:30 Uhr ein Beamter der Bundespolizei, der sich nach seiner Nachtschicht auf dem Heimweg befand, in einer Bahn von Chemnitz in Richtung Leipzig von einer 55-jährigen Deutschen attackiert.

Eine Zugbegleiterin hatte den Beamten vor Abfahrt des Zuges angesprochen und um Unterstützung gebeten, da gegen die Frau ein Hausverbot vorlag. Zwar verließ die 55-Jährige zunächst den Zug, stieg jedoch in einen anderen Waggon wieder ein.

Als sie erneut aus dem Zug entfernt werden sollte, leistete sie Widerstand und schlug dem Beamten mit der Hand ins Gesicht. Eine Streife übernahm den Einsatz vor Ort und brachte die Frau in die Diensträume der Bundespolizei am Hauptbahnhof.

Gegen sie wurde Anzeige wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte aufgenommen. Anschließend wurde sie wieder entlassen. Der Beamte erlitt leichte Verletzungen.

Jugendliche greift Zugbegleiterin an

Gegen 14:15 Uhr kam es in einer Bahn von Zwickau in Richtung Chemnitz, auf Höhe des Bahnhofs Glauchau, zu einem weiteren Vorfall.

Im Rahmen einer Ticketkontrolle stellte eine Zugbegleiterin bei einer 16-jährigen Deutschen fest, dass auf dem vorgezeigten Jobticket das erforderliche Lichtbild fehlte. Nach einem zunächst verbalen Streit schlug die Jugendliche der Zugbegleiterin mit der Faust ins Gesicht und traf sie unterhalb des Auges.

Ein Fahrgast beobachtete den Vorfall und alarmierte die Polizei. Der Zug blieb bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte im Bahnhof Glauchau stehen.

Die 16-Jährige wurde zum Bundespolizeirevier am Chemnitzer Hauptbahnhof gebracht. Gegen sie wurde Anzeige wegen Körperverletzung erstattet, anschließend wurde sie an ihre Betreuerin übergeben. Die Zugbegleiterin musste ihren Dienst abbrechen und begab sich in ärztliche Behandlung.

Körperliche Auseinandersetzung nach Diebstahl

Nur kurze Zeit später kam es in einer Filiale von Mäc-Geiz ebenfalls zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Zwei bislang unbekannte Täter hatten dort einen Diebstahl begangen.

Als die Filialleiterin dies bemerkte und einschreiten wollte, drängten die Täter sie zur Seite und spuckten sie an. Ein 62-jähriger Deutscher, der den Vorfall beobachtete, wollte der Frau helfen.

Daraufhin kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Der Mann wurde getreten und mit einer gefüllten Plastikflasche ins Gesicht geschlagen, wodurch er zu Boden ging.

Die Täter flüchteten in Richtung Querbahnsteig. Eine sofort eingeleitete Fahndung der Bundespolizei blieb ohne Erfolg.

Ermittlungen laufen

Der 62-Jährige lehnte vor Ort eine medizinische Versorgung ab, ihm wurde jedoch ein Arztbesuch nahegelegt.

Gegen die unbekannten Täter wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. In diesem Zusammenhang werden auch Videoaufnahmen ausgewertet.

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