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Metaller fordern Zukunft, Übernahme und Geld

Aktion IG Metall aus der Region versammelt sich in Chemnitz

Sie kamen aus Chemnitz, Marienberg und St. Egidien, aus Freiberg, Lichtenstein oder Hainichen. Knapp 100 Metaller versammelten sich am Mittwochnachmittag vor dem Marx-Kopf in Chemnitz. Die Mitarbeiter von Unternehmen wie Volkswagen, Vitesco, Mahle, Continental Aerospace Technologies, Siemens, Bosch-Rexroth oder thyssenkrupp Presta wollten mit einer Banneraktion den Metallarbeitgebern deutlich machen, dass auch in Zeiten der Pandemie mit den Belegschaften zu rechnen ist und diese für ihre Forderungen zusammenstehen. Auf den Bannern waren unter anderem, Forderungen wie mehr Geld, Zukunft und Übernahme zu lesen.

Sicherung von Beschäftigung hat oberste Priorität

Die Betriebe in der Chemnitzer Region verkraften die Corona-Pandemie sehr unterschiedlich, wie Mario John, Erster Bevollmächtigter des IG Metall Bezirks Berlin-Brandenburg-Sachsen sagte. "Intelligente Maßnahmen zur Sicherung von Beschäftigung, Ausbildung und Stabilisierung der Einkommen haben für uns deshalb höchste Priorität. Die Arbeitgeber hingegen vertreten den pauschalen Standpunkt, dass die Tarifrunde 2021 gar nichts kosten darf und verlangen ferner Einschnitte in bestehende Tarifverträge", so John. Corona habe Herausforderungen, wie die Veränderung der Mobilität, Energiewende, Demografie oder Fachkräftemangel auch in der Industrieregion Chemnitz ins Brennglas genommen. "An diesen Themen müssen wir gemeinsam auch arbeiten", fügt er hinzu. Corona dürfe aber nicht als Ausrede für alles gelten. Insbesondere dann nicht, wenn es um die Belange der Beschäftigten geht. So würden die Arbeitgeber weder zur Zukunfts- und Beschäftigungssicherung beitragen, noch würden sie den Bedürfnissen der Menschen gerecht, so John weiter.

Die IG Metall Chemnitz vertritt rund 20.000 Mitglieder in der kreisfreien Stadt Chemnitz und den Landkreisen Erzgebirge und Mittelsachsen. Sie betreut ihre Mitglieder in den Branchen Metall- und Elektro, Stahl, Textil, Holz/Kunststoff sowie Informations- und Kommunikationstechnologie. 



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