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Minuszinsen für Sparkassen-Kunden eingeführt

Bank Minuszins von 0,5 Prozent pro Jahr ab 25.000 Euro

Ab dem 1. August werden die Negativzinsen auf hohe Geldeinlagen in der Sparkasse Chemnitz eingeführt. Ab einer Geldeinlage von über 25.000 Euro auf Giro- und Tagesgeldkonten werden Minuszinsen von -0,5 Prozent pro Jahr weitergegeben. Das Verwahren von Kundeneinlagen kostet Geld welches die Banken bisher durch Erträge am Markt kompensiert haben. "Das ist durch die Minuszinspolitik der Europäischen Zentralbank nicht mehr möglich", so der Unternehmenssprecher Sven Mücklich. Kunden, die über besonders hohe Einlagen verfügen, werden bezüglich alternativer Anlagemöglichkeiten beraten. Dazu zählen ungefähr 4 Prozent der Kunden der Sparkasse Chemnitz.

Geld auf Konten verteilen

Mittlerweile verlangen 450 Geldinstitute Strafzinsen für Privatkunden, meist in Höhe von 0,5 Prozent pro Jahr. Laut der Verbraucherzentrale Sachsen empfiehlt es sich, große Geldbeträge auf mehrere Konten zu verteilen.. "Man sollte hier aber genauer in die Vertragsbedingungen schauen und prüfen, ob Verwahrentgelte pro Konto oder pro Person erhoben werden", sagt Finanzexpertin Andrea Heyer.