Mit dem Rad über den Sonnenberg

Teststrecke Erkunden, wo es klemmt

Sechs Wochen hatten die Chemnitzer Bürger im Sommer Zeit, um bei der Stadtverwaltung ihre Meinung zum Anfang des Jahres veröffentlichten neuen Radwegekonzept für Chemnitz einzureichen. Insgesamt, so heißt es jedenfalls aus dem Rathaus, seien dabei 70 Hinweise eingegangen. Dass es deutlich mehr hätten sein können, glaubt indes Renate Albrecht vom Verein Stadthalten auf dem Sonnenberg. "Um die Leute zu erreichen, muss Bürgerbeteiligung aus unserer Sicht viel weiter unten, nämlich bereits im Stadtteil beginnen", erklärt sie. Und deshalb plane man nun eine besondere Aktion. "Wir veranstalten am Montag eine Radtour quer über den Sonnenberg, um uns Gegebenheiten und Verbesserungsmöglichkeiten an Ort und Stelle anzuschauen. Jeder Bürger ist eingeladen, mitzufahren", so Albrecht.

Die Tour soll dabei eine Streckenlänge von rund zehn Kilometern umfassen und etwa eine Stunde dauern. Start ist um 16.30 Uhr vor dem Lesecafé "Kaffeesatz" in der Zietenstraße 40. Mitradeln wird dabei Michael Focken, Radwegeexperte im Tiefbauamt, der in dem Café im Vorfeld (ab 16 Uhr) das Konzept vorstellt.

Die Eindrücke aus der Rundfahrt sollen dann im Anschluss, ab 17.30 im "Kaffeesatz" ausgewertet und diskutiert werden. Die seitens des Tiefbauamtes für den Sonnenberg geplanten Maßnahmen beinhalten unter anderem die Öffnung von Einbahnstraßen für Radfahrer in Gegenrichtung - so unter anderem an der Sebastian-Bach-Straße sowie an der Humboldtstraße. Außerdem sollen Beschilderungen verändert werden - zum Beispiel bei Sackgassen, an denen bislang nicht angezeigt wird, dass eine Weiterführung für Fußgänger und Radfahrer existiert.