Mit der Kür des Lebens zum Olympia-Gold

Eiskunstlauf Aljona Savchenko und Bruno Massot siegen sensationell in Pyeongchang

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Aljona Savchenko und Brunot Massot begeisterten die Zuschauer zum Jahresende 2017 bei der Eisshow "Emotions on Ice" in der Messe Chemnitz. Foto: Peggy Schellenberger

Im Dezember letzten Jahres begeisterten Aljona Savchenko und Brunot Massot die Zuschauer noch bei der Eisshow "Emotions on Ice" in der Messe Chemnitz. Danach begaben sie sich wieder zurück auf den harten Weg hinauf zum Eiskunstlauf-Olymp. Sieben Wochen nach dem Chemnitzer Gastspiel schafften die Eiskunstlauf-Paarläufer mit dem Gewinn der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang mit einer rekordträchtigen Kür ein echtes Wunder.

Nach einem Patzer von Bruno Massot beim Salchow, Punktabzügen und dem unbefriedigenden Rang vier nach dem Kurzprogramm war für die Vize-Weltmeister der Titel in schier unerreichbare Ferne gerückt. "Aber wir haben uns gesagt: Wir müssen jetzt angreifen wie die Tiger", gab sich Aljona Savchenko vor der Kür kämpferisch.

Sensationeller Triumph unter den Augen von Katharina Witt

Was das Paar dann aufs Eis zauberte, war an Perfektion nicht zu überbieten und sorgte in der Gangneung Ice Arena für Standing Ovations. Den fehlerfreien Auftritt zur Musik der Natur-Doku "Die Welt von oben gesehen" in der Gangneung Ice Arena hatte auch Katharina Witt live miterlebt. "Ich habe einen Jubelschrei losgelassen. Das war eine Kür, von der man in der Eiskunstlaufwelt noch Jahrzehnte später spricht", sagte die Doppel-Olympiasiegerin später in einem Fernsehinterview.

Mit einer Weltrekordpunktzahl hatten Aljona Savchenko und Bruno Massot die Weltmeister Sui Wenjing/Han Cong aus China und Meagan Duhamel/Eric Radford (Kanada) hinter sich gelassen und das erste Paarlauf-Olympiagold für Deutschland seit 66 Jahren geholt.

Aljona Savchenko hat eine enge Verbundenheit zu Chemnitz

Für Aljona Savchenko, die zwischen 2003 und 2014 in Chemnitz trainierte, ist dieser Titel Krönung ihrer beeindruckenden Karriere. Gemeinsam mit Partner Robin Szolkowy und Trainer Ingo Steuer wurde die Ukrainerin fünfmal Weltmeister, viermal Europameister und zweimal Olympiadritte. Dieses ganz besondere Edelmetall fehlte noch und wäre fast verloren gewesen.

"Ich habe daran geglaubt von Anfang bis zum Ende, auch nach dem Kurzprogramm. Ich hatte niemals Zweifel", rang die 34-Jährige auch Stunden nach dem historischen Triumph gemeinsam mit Bruno Massot mit den Glückstränen.