• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Mit einer Steuer zum bewussten Fleischkonsum?

Diskussion Unverständnis bei Landwirtschaftsminister Schmidt

Rund 60 Kilo Fleisch isst jeder Deutsche im Durchschnitt pro Jahr. Zu viel, meinen Klimaschützer, die den hohen CO2-Ausstoß der Fleischproduktion kritisieren. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollten wir unseren Fleischkonsum sowieso um die Hälfte reduzieren. Und Tierschützer wiederum kritisieren die Haltungsbedingungen, unter denen billiges Fleisch produziert wird.

Konsum von Billigfleisch würde ansteigen

 

Vor diesem Hintergrund wird nun über eine Fleischsteuer diskutiert. Sachsens Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt reagierte auf den Vorschlag diese Woche mit Unverständnis: "Die Debatte darüber, wie das Tierwohl gesteigert werden kann, ist sehr wichtig. Hochwertige Fleischprodukte müssen ihren Preis haben. Diese vorgeschlagene Steuer würde jedoch dazu führen, dass der Preisunterschied zwischen Billigfleisch und hochwertigen Fleischprodukten noch größer wird." Es sei zu befürchten, dass der Konsum insbesondere von hochwertigem Fleisch zurückginge und noch mehr Verbraucher zum Billigfleisch greifen.

 

 

Eine höhere Steuer trifft dann vor allem regionale Produzenten, Direktvermarkter und private Fleischer, die schon heute höherwertige Produkte zu höheren Preisen anbieten. "Das läuft unserem Ziel der bewussten und regionalen Ernährung vollkommen zuwider. Daneben würden die Verbraucher bei der Einführung einer zusätzlichen Steuer auf im Ausland billiger erzeugte Lebensmittel ausweichen. Das ist weder für das Klima noch für den Tierschutz ein Gewinn."



Prospekte