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Mit Volldampf ins Festjahr

Freizeit Parkeisenbahn feiert 60. Geburtstag und hegt große Zukunftspläne

Drei Tage im Juni sind dem großen Fest zum 60. Geburtstag der Parkeisenbahn gewidmet. Mehr Zeit bleibt eigentlich auch nicht bei all den Vorhaben. Noch in diesem Jahr soll der Bahnhofsausbau beginnen, die Bahnhofsklause unter neuem Betreiber als Ganzjahresrestaurant fungieren und die Streckenerweiterung bis zum Eisstadion vorangetrieben werden. "Es wäre ein Traum, wenn wir zum Geburtstag den symbolischen ersten Spatenstich vollziehen könnten. Dazu müssen wir unter Volldampf weiterarbeiten", stellt Geschäftsführer Dietmar Holz fest. Mit der rund 2 Millionen Euro teuren Neubaustrecke soll gleichzeitig das Parkplatzproblem im Küchwald gelöst werden, da damit die rund 500 Parkplätze am Eisstadion angebunden wären. "Dieses Vorhaben kann uns nur gelingen, wenn viele Chemnitzer mithelfen", betont Holz. Ein Spendenkonto ist eingerichtet.

Viel Spielraum, selbst die nötigen Rücklagen zu bilden, hat die Parkeisenbahn nicht. "2013 hatten wir zu kämpfen, das Planziel zu erreichen", erklärt Matthias Dietel, der am 1. April Reinhard Storch als Technischen Geschäftsführer beerbt. In diesem Jahr scheint Petrus milder gestimmt. Am 20. März bereits ist Saisonstart. An diesem Tag sind alle Fahrten kostenlos. Darüber hinaus sind die Preise im Vergleich zum Vorjahr unverändert erschwinglich geblieben. Dabei hat die Parkeisenbahn im Winter massiv aufgerüstet. 150 Meter Gleise wurden erneuert, Holz- durch Betonschwellen ersetzt. Ebenso wurde eine zweite Einfahrweiche eingebaut. Die Parkeisenbahner installierten auch neue Sicherungstechnik mit dem Ergebnis, dass das gesamte ehemalige Stellwerk 1 des Chemnitzer Hauptbahnhofs dank Kooperation mit der DB Netz AG im Küchwald steht. All das war nur möglich, weil die 180 Mitglieder rund 10.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden leisteten. Fazit: kleine Bahn mit großem Niveau.