Mit wenig "Rückenwind" bis Hamburg

Menschen 600 Kilometer Elbe - Joseph Heß hat Ziel erreicht

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In Hamburg angekommen, war Joseph Heß (Mitte) ein begehrter Interviewpartner. Foto: privat

Langstreckenschwimmer Joseph Heß hat es vollbracht: Zwölf Tage war der Chemnitzer Wissenschaftler und Unternehmer unterwegs, um die Elbe von ihrem Eintritt auf deutsches Gebiet im Elbsandsteingebirge bis nach Hamburg hinunterzuschwimmen. Damit brauchte er für die 600 Kilometer lange Strecke etwas mehr Zeit als geplant: "Ich hatte sehr mit dem Niedrigwasser zu kämpfen", berichtet er. Die hatte eine geringere Strömungsgeschwindigkeit des Flusses zur Folge: "Da gab es weniger Rückenwind". Und oft genug hat sich der Schwimmer auch an Steinen gestoßen im niedrigen Elbe-Wasser: "Mein Neoprenanzug hat drei große Risse in Hüfthöhe - den kann ich jetzt wegschmeißen", so Heß.

Im Ziel warteten 200 Menschen und ein Fernsehteam

Dennoch sei es "ein einmaliges Erlebnis", blickt er zurück: "Die erste und die letzte Etappe waren am schönsten." Bei der ersten sei er unter anderem an Dresden vorbeigeschwommen und habe das Panorama genossen - bei der letzten durfte er dann mit Ausnahmegenehmigung auch nach Hamburg hineinschwimmen, unter anderem an der neuen Elbphilharmonie vorbei: "Als ich dann aus dem Wasser kam, haben mich 150 oder 200 Menschen erwartet, das war großartig." Darunter waren auch einig Fernsehteams.

Nächstes Ziel: Von Sardinien bis Korsika

Nun hat für Heß wieder der Arbeitsalltag begonnen, doch die nächsten Ziele hat er sich schon vorgenommen: Im Oktober will er von Sardinien nach Korsika schwimmen: "Das sind zwar nur etwa 15 Kilometer, aber offenes Meer." Im nächsten Jahr darf es gern wieder eine längere Strecke sein: "Aber da muss ich schauen, wie sich das finanzieren lässt und wie meine Freunde und Eltern Zeit haben, die mich Richtung Hamburg im Boot begleitet haben."