Moderne Mülltrennung mit Deckel und Dose

Aktion Attraktive Bio-Tonne für die Chemnitzer

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In diesen Dosen soll der Biomüll zuhause gesammelt werden, bevor er in die Tonne wandert. Foto: Andreas Seidel

Gerade jetzt im Sommer ist es ein großes Problem: Der Abfall in der Biotonne stinkt und Maden siedeln sich umso mehr an. Trotzdem ist es laut Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb (ASR) wichtig, dass der Biomüll ordentlich vom Restmüll getrennt wird. Nur so gelange der Abfall durch Kompostierung wieder in den Stoffkreislauf zurück.

Ein spezieller Deckel gegen die Geruchsbelastung

Um die Attraktivität der Biotonne zu erhöhen, startet das Unternehmen jetzt ein Pilotprojekt. Ab August werden 300 der derzeit 30.000 Biotonnen mit einem neuen speziellen Deckel ausgestattet. "Der ist mit einem Filter versehen und schwerer als herkömmliche Deckel", informierte ASR-Leiter Dirk Behrendt. So soll die Geruchsbelästigung abnehmen. Getestet wird der Deckel zunächst in vier Gebieten mit unterschiedlicher Bebauungsstruktur - von der Großwohnanlage wie im Bereich Irkutkser Straße bis hin zu Einfamilienhäuser-Siedlungen in Glösa oder Heinersdorf.

Problem: Biomüll wird in Plastiktüten entsorgt

Ein weiteres Problem der Mülltrennung bestehe laut Behrendt darin, dass der Bioabfall in Plastiktüten in die Biotonne geworfen wird. Auch dem will der ASR nun vorbeugen. Drei verschieden große Dosen (siehe Foto) sollen ausschließlich für den Biomüll im Haushalt genutzt werden. "Die kann man mit Küchenrolle oder Papiertüte auslegen", so Beate Bodnar vom ASR.

Das Pilotprojekt läuft bis Juni 2018. Je nachdem, wie sich das neue System bewähre, könnten weitere Tonnen mit dem speziellen Filterdeckel ausgestattet werden. Nun will der ASR zunächst die Vermieter in den Wohngebieten ansprechen und für die Aktion begeistern.