Müllpreise stabil

Stadtrat Neuregelungen bei den Abfallgebühren

Über eine neue Abfallsatzung muss der Stadtrat in seiner Sitzung am Mittwoch entscheiden. Die gute Nachricht: Die Abfallgebühren steigen in den kommenden drei Jahren nicht. Im Gegenteil: An der einen oder anderen Stelle gibt es Verbesserungen. So sinken in der kommenden Gebührenperiode die Preise für gewerbliche Abfälle leicht. "Nachdem wir für private Abfallerzeuger bereits in der letzten Periode die Preise gesenkt hatten, ziehen wir hier jetzt nach", erläutert Manfred Wüpper, Chef des kommunalen Abfallentsorgers ASR. Auch private Nutzer können sich über eine Verbesserung freuen: Künftig können sie quasi jeden Tag bis zu zwei Kubikmeter Sperrmüll an den Wertstoffhöfen des ASR abliefern - bisher war eine ähnliche Größenordnung fürs ganze Jahr genehmigt. "Es war bisher nicht nötig, diese Begrenzung nachzuprüfen - hier passen wir die Satzung entsprechend an", so Wüpper. Weiterhin möglich sei aber auch, Sperrmüll von zuhause abholen zu lassen. Die Preisstabilität erklärte Wüpper mit Gebührenausgleichsrückstellungen: In den vergangenen Jahren lagen die Gebühren höher als der tatsächliche Bedarf. Insgesamt sammelte sich so ein Millionenbetrag an. Diese Rückstellungen werden in den kommenden drei Jahren aufgebraucht, wie es der Gesetzgeber vorsieht: "Wir erzielen also die nächsten drei Jahre wissentlich weniger Einnahmen als Ausgaben", so Wüpper.