Musik als Rahmen für Dialog der Kulturen

Reihe Auftritte deutscher und syrischer Künstler

"Wer heute den langen Weg nach Europa geht, ist ein Sklave des Krieges", sagt Sabine Kühnrich. Die Musikerin des Chemnitzer Trios "QUIJOTE" erinnert an den griechischen Philosoph Heraklit, der vor 2.500 Jahren lebte. Diesem wird das Zitat zugeschrieben: "Krieg ist der Vater aller Dinge und aller Dinge König. Die einen erweist er als Götter, die andern als Menschen, die einen macht er zu Sklaven, die andern zu Freien." Wer vor Bomben flieht oder vor der Aussicht, als Kanonenfutter zu enden, ist ebenso Sklave des Krieges, so Sabine Kühnrich weiter. Oft genug auch würden Menschen instrumentalisiert, vermeintlich im Namen einer Religion. Die Musiker von "QUIJOTE" stellen daher die Frage: "Wie können wir mit denen zusammenfinden, die als Flüchtlinge in unserer Stadt leben, wie uns mit ihnen verständigen?" Ihre Antwort darauf geben sie im Rahmen der vom Chemnitzer Kulturbüro unterstützten Reihe "Dialog der Kulturen": Zum Beispiel über die Musik. Zusammen mit Mai Alkurdi (Querflöte) und Youssef Bash (Gitarre, Gesang) aus Syrien tragen Sabine Kühnrich (Gesang, Querflöte), Ludwig Streng (Gesang, Piano) und Wolfram Hennig-Ruitz (Gesang, Gitarre) am heutigen Samstag ab 17 Uhr im Quer Beet, Rosenplatz 4, Lieder und Texte über Flucht, Heimatlosigkeit, Hoffnung vor. Der Eintritt kostet 10, ermäßigt 5 Euro und es gilt ausdrücklich "Refugees for free".